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Politik BVG empfiehlt AfD-Politiker: „Lieber zu spät kommen als hetzen“
Nachrichten Politik BVG empfiehlt AfD-Politiker: „Lieber zu spät kommen als hetzen“
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14:37 23.10.2018
Fahrgäste steigen am Bahnhof Friedrichstraße in die U-Bahn U6 der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in einen Zug. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Berlin

Das Twitter-Team der Berliner Verkehrsbetriebe BVG ist für seine spitze Zunge bekannt und teilt auch gern mal gegen Politiker aus. „Lieber zu spät kommen als hetzen“, lautete kürzlich der Tipp an den AfD-Politiker Gunnar Lindemann.

Der hatte zuvor seinen Followern mitgeteilt, dass er mit dem ÖPNV auf dem Weg ins Abgeordnetenhaus sei, worauf ihm ein Parteikollege antwortete: „Nicht dass Du wieder zu spät kommst“. Lindemann fand den BVG-Tweet gar nicht lustig und beschwerte sich bei Wirtschaftssenatorin und BVG-Aufsichtsratschefin Ramona Pop, er werde „öffentlich und völlig zusammenhanglos der Hetze bezichtigt“.

Nun antwortete die Grünen-Politikerin darauf. Durch den Verlauf der Twitterdiskussion sei erkennbar, dass der fragliche Satz „offenkundig als Gesundheitshinweis“ gemeint war, so Pop. „Übergroße Eile, große Hast und das Gefühl von Getriebensein kann zu Stress führen“, erläuterte sie fachkundig. „Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft Stress als eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts ein.“

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Das Social-Media-Team der BVG setze sich durchaus frech, ironisch oder spitz mit Personen des öffentlichen Lebens auseinander, auch mit Politikern. Dabei sei aber keine „parteipolitische Fokussierung“ zu erkennen, so Pop. „Andererseits unterstützt der Senat die BVG im Bestreben, für die humanistischen Werte der BVG weiterhin einzustehen und diese auch im Kontext der Sozialen Netze zu kommunizieren.“

Von RND/dpa/ngo

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