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Politik Axt-Attacke: Asylantrag wegen technischer Störung unentdeckt
Nachrichten Politik Axt-Attacke: Asylantrag wegen technischer Störung unentdeckt
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08:55 11.08.2016
Ein Attentäter hatte Mitte Juli in einem Regionalzug in Würzburg mit einer Axt und einem Messer fünf Menschen schwer verletzt. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv
Würzburg

Die Computerpanne sei im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) passiert, als dieses den Flüchtling am 14. März 2016 registrierte. Die Erfassung beim BAMF fand damit erst knapp neun Monate nach seiner Einreise statt. Dabei werden die Fingerabdrücke eines Asylbewerbers normalerweise mit der europäischen Datenbank "Eurodac" abgeglichen. Dieser Abgleich habe an jenem Tag aber nicht funktioniert, hieß es.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte aber, dass die Bundespolizei den damals 16-Jährigen bei seiner Einreise aufgegriffen und seine Fingerabdrücke mit deutschen Fahndungsdatenbanken abgeglichen habe. Da der Attentäter damals aber noch nicht polizeibekannt gewesen sei, habe es keine Treffer gegeben.

Der Attentäter hatte Mitte Juli in einem Regionalzug in Würzburg mit einer Axt und einem Messer fünf Menschen schwer verletzt. In einem Video bekannte er sich zur Terrormiliz IS. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei erschoss den Jugendlichen kurz nach der Tat. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte wiederholt kritisiert, dass von dem Mann keine Fingerabdrücke genommen worden seien.

dpa

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