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Politik Auswärtiges Amt ändert Reisehinweise für Ägypten
Nachrichten Politik Auswärtiges Amt ändert Reisehinweise für Ägypten
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19:01 23.10.2017
Nach der Festnahme von Homosexuellen hat das Auswärtige Amt die Reisehinweise für Ägypten ergänzt. Quelle: dpa
Berlin/Kairo

Nachdem in Kairo mehrere Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verhaftet wurden, hat das Auswärtige Amt am Montag die Reise- und Sicherheitshinweise für Ägypten ergänzt. In dem neuen Absatz informiert das Amt über die Vorfälle am 22. September und warnt vor der Nutzung von Dating-Apps.

Auf dem Konzert der libanesischen Band „Mashrou Leila“ hatten mehrere Männer die Regenbogen-Fahne geschwenkt, das Symbol der LGBTI (Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle). Örtliche Behörden verhafteten daraufhin sieben Personen. Vor Gericht wurde ihnen „Unzucht“ und „Anstiftung zur Unzucht“ vorgeworfen. Die Band, deren Frontmann schwul ist, setzt sich in arabischen Ländern für die Rechte Homosexueller ein. Nach dem Konzert hatte die Musikgruppe ein Auftrittsverbot erhalten.

Behörden nutzen Daten aus Dating-Apps

„Die Bundesregierung ist sehr besorgt über die Verhaftung zahlreicher Personen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Eintretens für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender in Ägypten“, teilte der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Walter Lindner, der Grünen-Abgeordneten Franziska Brantner Mitte Oktober mit.

In dem Reisehinweise warnt das Amt, dass die Behörden gezielt Dating-Apps einsetzen, um LGBTI aufzuspüren. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch ausländische Touristen Opfer dieses Vorgehens werden können“, hieß es. Homosexualität ist in Ägypten gesetzlich nicht verboten, gilt jedoch als gesellschaftliches Tabu.

Von RND/dpa

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