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Politik Auch Union will Steinmeier – die Reaktionen
Nachrichten Politik Auch Union will Steinmeier – die Reaktionen
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15:49 14.11.2016
Der designierte Bundespräsident: Frank-Walter Steinmeier (SPD). Quelle: AFP
Berlin

FDP-Chef Christian Lindner zeigte sich enttäuscht über die mögliche Nominierung von Frank-Walter Steinmeier als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten. „Wir hören ihm jetzt erst einmal zu und trauern, dass es keinen Wettbewerb gibt“, sagte Lindner dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

FDP-Vorsitzender Christian Lindner (FDP) Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe „lieber alle Kanten und Unterschiede in großkoalitionärer Konsens-Soße ertränkt“, kritisierte der FDP-Chef.

„Kretschmann war für die CSU nicht wählbar“

Der Grünen-Außenexperte Omid Nouripour hält Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier für einen geeigneten Bundespräsidenten-Kandidaten. „Wir Grünen müssen zwar noch miteinander reden. Aber Fakt ist: Steinmeier kann den Job“, sagte Nouripour dem RND. Er könne sich sogar vorstellen, Steinmeier im ersten Wahlgang zu wählen. Das hänge allerdings davon ab, ob die Grünen einen eigenen Kandidaten aufstellen werden.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist beliebt im Volk, für die CSU allerdings „nicht wählbar“. Quelle: dpa

Nach Ansicht Nouripours scheiterte ein gemeinsamer Kandidat von Union und Grünen allein am Widerstand der CSU. „Winfried Kretschmann war für die CSU nicht wählbar“, erklärte der Grünen-Politiker.

Linke will eigen Kandidaten aufstellen

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch kündigte an, seine Partei werde mit einem eigenen Kandidaten in die Bundesversammlung zur Wahl des nächsten Bundespräsidenten ziehen. „Darin sind sich die Führungsspitzen von Fraktion und Partei einig“, sagte Bartsch.

Dietmar Bartschs Linke zieht mit einem eigenen Kandidaten in die Bundespräsidentenwahl. Quelle: dpa

Einzelheiten wollte der Linken-Politiker nicht nennen. „Wir werden erst in der kommenden Woche bekannt geben, wen wir gegen Frank-Walter Steinmeier aufstellen werden“, erklärte Bartsch.

„Steinmeier wird ein großartiger Bundespräsident“

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley hat euphorisch auf die Nominierung von Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsidentenkandidat der großen Koalition reagiert. „Frank-Walter Steinmeier ist der beste Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten den ich mir vorstellen kann“, sagte Barley dem RND. „Er bringt alles mit, was in diesen Zeiten dafür gebraucht wird: Erfahrung, Besonnenheit und Vernunft“, fügte die Sozialdemokratin hinzu.

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley (SPD) Quelle: dpa

Steinmeier genieße hohes Ansehen über alle Parteigrenzen hinweg und sei auch bei den Menschen im Land ausgesprochen angesehen und beliebt, sagte Barley, die sich als eine der ersten immer wieder für Steinmeier ausgesprochen hatte. „Wir brauchen eine Persönlichkeit, die sich für den Zusammenhalt stark macht“, so Barley. „Ich bin mir sicher: Frank-Walter Steinmeier wird ein großartiger Bundespräsident.“

Von der Leyen: „Wir brauchen Verlässlichkeit“

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Quelle: afp

„Ich freue mich für Frank-Walter Steinmeier.“ Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich positiv zu wahrscheinlichen Wahl von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zum Bundespräsidenten geäußert. „Wenn es in diesen Zeiten etwas braucht, dann ist es Verlässlichkeit und Stabilität. Und so wie ich ihn kennengelernt habe und wir jetzt seit drei Jahren gut miteinander gearbeitet haben, weiß ich, dass er das auch leisten wird“, sagte die CDU-Politikerin.

CSU-Chef Horst Seehofer. Quelle: dpa

Ähnlich sieht das CSU-Chef Horst Seehofer. Der Findungsprozess jedoch gefiel ihm gar nicht: „Es waren viele Personen. Sehr viele sogar, innerhalb der Union, auch der CSU und außerhalb der Union. (...) Ein Vorstandsmitglied war heute sogar der Meinung, dass der bayerische Ministerpräsident dafür kandidieren sollte, was ich an Ort und Stelle begradigt habe.“ Seehofer blickt in eine ganz andere Richtung: Seine Aufgabe bestehe nun darin, „die Bundestagswahl zu gewinnen“.

Von RND/Jörg Köpke

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