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Politik Aschermittwoch mit 1000 Mann in der Fahrzeughalle
Nachrichten Politik Aschermittwoch mit 1000 Mann in der Fahrzeughalle
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16:14 16.02.2018
Polit-Treffen im Nirgendwo: In dieser Fahrzeughalle (Bildmitte) im Solarpark an der Autobahn A17 in Nentmannsdorf (Sächsische Schweiz) treffen sich die rechtesten Köpfe der AfD. Quelle: Google Maps
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Nentmannsdorf

 Der Parkplatz ist eine morastige Wiese, der Veranstaltungsort eine Fahrzeughalle mit nackten Blechwänden. In diesem rustikalen Ambiente soll am Mittwochabend der Schulterschluss der vier ganz rechten AfD-Landesverbände vollzogen werden. In einem Solarpark in Nentmannsdorf hinter Pirna feiert der Kreisverband der AfD Sächsische Schweiz-Osterzgebirge seinen politischen Aschermittwoch.

Blick in die Halle in Nentmannsdorf. Quelle: Facebook

In starkem Kontrast zu Veranstalter und Ort steht die Prominenz der Redner. Vier Landeschefs haben sich angekündigt. Björn Höcke aus Thüringen, André Poggenburg aus Sachsen-Anhalt, Andreas Kalbitz aus Brandenburg und Jörg Urban aus Sachsen sollen reden. Auch Jürgen Elsässer, Popstar-Publizist der rechten Szene vom „Compact“-Magazin, darf auf die Bühne. 1000 Menschen füllen die Halle schon lange vor Beginn. Die zumeist älteren AfD-Anhänger sind aus ganz Sachsen angereist.

Einige tragen Tracht, andere Thor Steinar, die meisten Funktionsjacken. An der Wand steht das Wahlergebnis der Gemeinde Bahretal, zu der Nentmannsdorf gehört. 43,8 Prozent hat die AfD hier geholt. Mehr Herzland geht nicht

Die sächsische Polizei ist mit einem Großaufgebot samt Reiterstaffel präsent. Gegendemonstranten haben es nicht bis hierhin geschafft, der Dresdner Pegida-Chef Lutz Bachmann hingegen schon. Der Star des Abends aber wird Björn Höcke sein. „Höcke, Höcke“-Rufe begleiten schon seinen Einzug in die Blechhalle. Ein AfDler aus dem Kreisverband hofft in einer Twitter-Nachricht auf „Watzke 2“. Im Dresdner Ballhaus Watzke hatte Höcke im Januar 2017 seine berüchtigte „Denkmal der Schande“-Rede gehalten. „So eine Rede brauchen wir nicht noch einmal“, sagt der Landtagsabgeordnete André Barth dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Was Barth sich statt dessen wünscht: Die endgültige Überwindung „des Scherbenhaufens, den Frauke Petry in Sachsen hinterlassen hat“. Höcke, Elsässer und Co sollen dabei helfen.

Von Jan Sternberg/RND

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