Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Politik Anschlag auf Parteitagshalle der Linken in Sachsen
Nachrichten Politik Anschlag auf Parteitagshalle der Linken in Sachsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:12 13.09.2015
In der Nacht zum Sonntag waren 34 Scheiben des Tagungsgebäudes eingeschlagen worden, dem der Linke-Parteitag tagte. Quelle: Peter Endi
Neukieritzsch

Ein Landesparteitag der sächsischen Linken ist am Wochenende von einem nächtlichen Anschlag auf den Tagungsort überschattet worden. In der Park Arena gingen am frühen Sonntagmorgen 34 großflächige Scheiben zu Bruch.

Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf rund 250 000 Euro. "Nahezu das gesamte Gebäude ist betroffen", sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Leipzig. Das für Extremismus zuständige Operative Abwehrzentrum (OAZ) übernahm die Ermittlungen.

Die Delegierten wichen am Sonntag auf das nahe gelegene Gemeindeamt aus und setzten ihren Parteitag fort. Am Samstag hatten sie ihren Landesvorsitzenden Rico Gebhardt mit 78,3 Prozent im Amt bestätigt.

Die Polizei teilte mit, es werde in alle Richtungen ermittelt, ein politisch motivierter Hintergrund könne aber nicht ausgeschlossen werden. Womit die Täter die Scheiben zerstörten, war zunächst unklar.

"Wir werden uns nicht einschüchtern lassen! Wir lassen uns nicht vertreiben", erklärte Parteichef Gebhardt am Sonntag. Er sprach von einem Anschlag, den er auf das Schärfste verurteile. So etwas sei in den vergangenen 25 Jahren noch bei keinem Parteitag der Linken passiert. "Wir haben in Sachsen ein gewaltiges gesellschaftliches Problem, wenn politische Auseinandersetzungen auf eine so undemokratische Art und Weise geführt werden."

Unter anderem spielte auf dem Landesparteitag das Thema Asylpolitik eine große Rolle. In einem Papier forderte die Linke zum Beispiellegale Fluchtwege nach Europa.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Andrang von Flüchtlingen nach Deutschland bleibt hoch, ein Ende ist nicht absehbar. Bayern trägt auch weiter die Hauptlast. Doch auch die anderen Bundesländer sehen sich inzwischen überlastet.

13.09.2015

Vor dem Treffen der EU-Innenminister in Brüssel haben die Innenminister der Bundesländer parteiübergreifend vor Chaos bei der Unterbringung von Flüchtlingen gewarnt.

13.09.2015

Die Flüchtlingskrise bringt München ans Limit. Bis zu 13 000 Menschen allein am Samstag: Erstmals müssen einige die Nacht auf dem Boden verbringen. Die Behörden schlagen Alarm und fühlen sich vom Rest Deutschlands allein gelassen.

12.09.2015