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Politik Nahles fordert Ende „der selbstbezogenen Debatten“
Nachrichten Politik Nahles fordert Ende „der selbstbezogenen Debatten“
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12:59 22.02.2018
Andrea Nahles, SPD Fraktionsvorsitzende, am Dienstag vor einer Fraktionssitzung im Bundestag.   Quelle: imago/photothek
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Berlin

 Die designierte SPD-Chefin und Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles appelliert in Anbetracht historisch schlechter Umfragen an mehr Disziplin in der Partei. „Die SPD ist in einer sehr ernsten Lage“, sagte Nahles im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Wir brauchen ein Ende der selbstbezogenen und verzagten Debatten der letzten Wochen.“ Die SPD brauche „mehr Teamarbeit und mehr kommunikative Disziplin“ sagte Nahles. „Wenn wir uns nicht dauernd nur mit rückwärtsgewandten Debatten beschäftigen, haben wir eine Menge Anknüpfungspunkte.“

Nahles zeigte sich selbstkritisch bezüglich des Abgangs von Martin Schulz, der zunächst Außenminister werden wollte, dann aber wegen des öffentlichen Drucks zurückzog. „Das ist in der Tat ein Einschätzungsfehler gewesen, den wir zusammen gemacht haben“, sagte Nahles. Übergänge seien immer schwierig. „Wir wollten einen guten Weg finden. Das ganze Präsidium hat das Vorgehen mitgetragen. Aber wir haben die Wucht der Reaktionen unterschätzt. Wir müssen diese Fragen in Zukunft besser und länger beraten.“ Dass später auch sie gezwungen wurde, den kommissarischen Parteivorsitz abzugeben, habe sie überrascht, sagte Nahles dem RND: „Im ersten Moment war ich irritiert, dass hier ein Problem gesehen wurde.“

Von Gordon Repinski

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