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Politik 6 Netz-Hits zur Großbritannien-Wahl
Nachrichten Politik 6 Netz-Hits zur Großbritannien-Wahl
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19:58 08.06.2017
Bei großen Medienereignissen sind Parodien, Karikaturen und Memes nicht fern - so auch bei der Großbritannien-Wahl 2017. Quelle: Collage: Haller
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Babys, Hunde und Pferde in britischen Wahllokalen

Die wirklich harte Entscheidung an diesem Wahltag in Großbritannien ist für manch einen: lieber den Hund oder das Baby mit ins Wahllokal nehmen? Unter den Hashtags #babiesatpollingstations (Babys in Wahllokalen) und #dogsatpollingstations (Hunde in Wahllokalen) posten zahlreiche Briten Fotos ihrer Begleiter auf Twitter oder Instagram, nachdem sie ihr Kreuzchen gemacht haben.

Dabei geht der Online-Trend diesmal eher zum Baby. Sie wollten ihren Kleinen schon früh beibringen, dass Wählen wichtig ist, schrieben viele Mütter und Väter in sozialen Netzwerken.

Beim EU-Referendum 2016 hatten Hundebesitzer begonnen, ihre Vierbeiner neben dem Wahllokal-Schild zu fotografieren und die Bilder ins Netz zu stellen. Wer keinen Hund hatte, brachte oft andere Haustiere mit. Pferde, Ratten und Schildkröten können schließlich auch mit zur Wahl.

Bahnwaggons, Bücherbusse und Bars: Die Briten gehen überall wählen

Um ihr Kreuzchen bei der Parlamentswahl zu machen, müssen die Briten nicht unbedingt eine schnöde Schule oder Gemeindehalle aufsuchen. Als Wahllokale dienen am Donnerstag auch Bahnwaggons, Bücherbusse, ein Nagelstudio – und sogar Pubs. Im „Fox & Hounds“ in Oxfordshire war das erfrischende Bier nach Erledigen der Wählerpflicht nicht weit (manche Pubs geben sogar unter dem Motto "Vote This Year - Get Free Beer" allen Erstwählern ein Bier aus). Andere Bürger konnten nebenbei noch eine Maschine Wäsche waschen oder Kalorien abtrainieren: Auch eine Münzwäscherei und Fitnesscenter wurden zu Wahllokalen umfunktioniert.

Stimmabgabe im Pub, Wohnmobil oder Waschsalon: Klicken Sie hier, um zahlreiche interessante Eindrücke von der Wahl in Großbritannien zu sehen – inklusive Theresa Mays Leopardenschuhen.

Die Kandidaten im „Anchorman“-Format

Wer die Filmkomödie „Anchorman – Die Legende kehrt zurück“ gesehen hat, dürfte diese Szene nicht vergessen haben: Fünf Nachrichten-Teams treten in einem blutigen Kampf gegeneinander an. Jetzt hat die BBC die Szene genommen und die Köpfe einflussreicher Politiker wie Theresa May, Jeremy Corbyn und Paul Nuttall anstelle von Will Ferrell, Vince Vaughn und Co. eingesetzt. Der Clou: Die Dialoge wurden aus echten Reden der Politiker zusammengesetzt. Und wird zum Glück vor dem eigentlichen Blutvergießen ausgeblendet.

Theresa May isst Pommes

Jeder Politiker muss diese Wahlkampfauftritte eigentlich hassen: „Probieren Sie unseren Fisch“, „Ja, diese Pommes schmecken hervorragend“, „Natürlich ist dieses Bier gesund“. Denn wo es was zu essen gibt, wird meist auch fotografiert – und das sieht nicht immer vorteilhaft aus. Schon Angela Merkel und Martin Schulz tappten in die Fisch-Falle:


In diesem Wahlkampf fühlte sich das Netz genötigt, über Theresa Mays Pommes-Appetit zu lachen.

Mal im Ernst: Keiner von uns würde wohl gerne beim Essen fotografiert werden. Und vor allem würde keiner von uns dabei eine gute Figur machen. Immerhin ist es noch nicht so weit gediehen wie mit dem ehemaligen Labour-Chef Ed Miliband: Dessen angewiderter Gesichtsausdruck beim Verzehr eines Sandwiches hat sogar eine eigene Wikipedia-Seite.

Mays Konkurrent Jeremy Corbyn bekommt natürlich auch sein Fett weg – ganz ohne Essen:

La-la-la-Lügnerin

Im Vorfeld der Wahl hat ein Song mit Reggae-Beat die iTunes-Charts aufgemischt, für Ärger bei Theresa May und gute Laune bei jungen Briten gesorgt: „Liar Liar“ von Captain Ska greift die Premierministerin und ihr Team auf allen Fronten an – mit Argumenten. Und einem Ohrwurm.

„The naughtiest thing I ever did“

Was ist das Schmutzigste, was Sie je gemacht haben? Nehmen Sie sich einen Moment Zeit zum Nachdenken. Wenn Sie jetzt einen roten Kopf haben, kühlen Sie ihn ab mit dieser Antwort von Premierministerin Theresa May auf die gleiche Frage:

(auf deutsch: „Niemand legt immer ein perfektes Benehmen an den Tag, oder? Ich muss gestehen, dass die Bauern nicht gerade begeistert waren, als ich früher mit Freunden durch ihre Felder gerannt bin.“)

Von Kilian Haller/RND

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