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36 IS-Kämpfer bei Einsatz der US-Riesenbombe getötet

Afghanistan 36 IS-Kämpfer bei Einsatz der US-Riesenbombe getötet

Die US-Armee hat die größte konventionelle Bombe ihres Arsenals, genannt „Moab“, über Afghanistan abgeworfen. 36 IS-Kämpfer seien bei dem Angriff auf Tunnelsysteme der Terroristen getötet worden, heißt es nun aus Kabul.

Gewaltige Explosion: 8000 Kilogramm Sprengstoff und elf Tonnen TNT-Äquivalent gingen in der afghanischen Region Nangarhar in die Luft.
 

Quelle: imago

Kabul.  Beim Einsatz der riesigen Bombe des Typs GBU-43 durch US-Streitkräfte in Afghanistan sind nach Regierungsangaben in Kabul 36 IS-Kämpfer getötet worden. Es habe keine zivilen Opfer gegeben, teilte das afghanische Verteidigungsministerium am Freitag mit. Bei dem Angriff sei eine wichtige Kommandozentrale des Islamischen Staats (IS) völlig zerstört worden. Es sei ein 300 Meter langer Tunnel vernichtet worden, hieß es weiter.

Region gilt als Geburtsstätte des IS in Afghanistan

Die Bombe gilt mit mehr als 8000 Kilogramm Sprengstoff und elf Tonnen TNT-Äquivalent als größter konventioneller Sprengkörper der US-Streitkräfte – nur Russland verfügt über eine noch größere Bombe. Sie war nach ihrer Entwicklung 2003 nach US-Medienberichten noch nie bei tatsächlichen Kampfhandlungen eingesetzt worden.

Ein US-Kampfflugzeug hatte die „Moab“ über dem Distrikt Achin der Provinz Nangarhar abgeworfen. Sie sollte Tunnel der Terrormiliz IS und deren Kämpfer treffen. Die Region gilt als Geburtsstätte des Islamischen Staats in Afghanistan.

IS verstärkt Attacken

 Der IS war in Afghanistan erst 2015 aufgetaucht und soll dort nie mehr als 3000 Kämpfer gehabt haben. Lange Zeit war die Terrormiliz nur in den beiden östlichen Provinzen Nangarhar und Kunar präsent. Seit Monaten fliegen US- und afghanische Streitkräfte schwere Luftangriffe auf IS-Stellungen dort.

Erst am Mittwoch sprengte sich ein Selbstmordattentäter inmitten vieler Ministeriumsangestellter in die Luft, die gerade ihre Büros verlassen hatten. Fünf Menschen starben. Experten sind besorgt, dass auch IS-Kämpfer auf der Flucht aus Syrien und dem Irak in Afghanistan und Zentralasien eine neue Basis suchen könnten.

Von RND/dpa

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