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Politik 200 Beamte gehen gegen Schleuser vor
Nachrichten Politik 200 Beamte gehen gegen Schleuser vor
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11:44 31.01.2018
Beamte hatten am Mittwochmorgen Wohnungen und Geschäftsräume in Berlin, Sachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen durchsucht. Quelle: imago/Deutzmann
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Berlin/Bad Muskau

Mit über 200 Beamten ging die Bundespolizei am Mittwochmorgen in den frühen Morgenstunden in vier Bundesländern gegen die Organisatoren von gefährlichen LKW-Schleusungen vor. Die Zugriffsmaßnahmen unterstützten unter anderem Spezialkräfte der Bundespolizei. Dabei vollstreckten die Ermittler im Auftrag der Staatsanwaltschaft Görlitz drei Haftbefehle in Deutschland. Neben den Verhaftungen durchsuchten die Bundespolizisten sieben Wohnungen und Geschäftsräume in Bremen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen, dabei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Ermittlungen gegen bandenmäßiges Einschleusen

Die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle führt gemeinsam mit der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf seit August 2017 ein Ermittlungsverfahren wegen gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern. Dabei gelang ihnen, ein Schleusernetzwerk aufzudecken.

Frei Verdächtige wurden festgenommen. Die Männer zwischen 37 und 44 Jahren stammen aus der Türkei, Polen und Bulgarien. Ihnen wird vorgeworfen, im Sommer und Herbst 2017 Migranten, in den meisten Fällen in Lkw nach Deutschland eingeschleust zu haben. Sie versteckten die Illegalen auf den Ladeflächen und teilweise hinter Waren und Paletten. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wird davon ausgegangen, dass auf diesem Wege mindestens 160 Migranten nach Deutschland eingeschleust wurden.

8000 Euro kostete eine Schleusung

Die Täter schleusten zumeist über die Balkanroute, Polen und Tschechien nach Mitteldeutschland. Sie verlangten für ihre Dienste in der Regel 8000 Euro pro Person. Im Falle einer Verurteilung drohen den Beschuldigten pro Tat Freiheitsstrafen von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

Der Präsident der Bundespolizeidirektion Pirna, Jörg Baumbach, sagte zum erfolgreichen Einsatz: „Zwei Wochen nach dem wir das Schleusernetzwerk ermittelt haben, gelang uns dieser zweite Schlag gegen die Schleusungskriminalität. Die Ermittlungen in diesem Verfahren zeigen einmal mehr, dass es den skrupellos Schleusern nur um Profit geht. Das Wohlergehen der Personen, die sich ihnen für viel Geld anvertrauen, ist ihnen egal.“

Von RND

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