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Panorama Zug erfasst Auto: Fünf Tote auf Bahnübergang
Nachrichten Panorama Zug erfasst Auto: Fünf Tote auf Bahnübergang
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20:56 12.09.2015
In den Trümmern dieses Autos starben fünf junge Menschen. Quelle: Sebastian Schmitt/dpa

Monzingen (dpa) - Schock in einer idyllischen Weinbaugemeinde: Bei einem Verkehrsunfall mitten auf einem Bahnübergang in Monzingen in der Nähe von Bad Kreuznach sind fünf junge Männer ums Leben gekommen.

Ein Zug hatte ein Auto erfasst, in dem die Männer im Alter von 16 bis 23 Jahren saßen, teilte die Polizei mit.

Das Auto sei auf dem beschrankten Übergang gewesen und mit voller Wucht an der Seite getroffen worden. Der Zug dürfte mit mindestens Tempo 100 herangerast sein. Das Auto wurde völlig zerstört und in Teile zerrissen. Die Reste waren kaum mehr als Auto erkennbar.

Der genaue Hergang des Unfalls war zunächst nicht klar. Die Ermittler wollten herausfinden, ob ein technischer Defekt am Bahnübergang vorgelegen haben könnte. In diesem Zusammenhang müsse auch noch geklärt werden, ob die Halbschranken unten waren, sagte ein Sprecher der Polizei. Mit den Ergebnissen sei nicht vor kommender Woche zu rechnen, sagte ein Sprecher. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach beauftragte einen Gutachter mit den Ermittlungen. Auch Videoaufzeichnungen sollten ausgewertet werden.

Die Opfer stammten meist aus den umliegenden Städten und Gemeinden. Warum sie am Samstagmorgen unterwegs waren und es kurz nach 6.00 Uhr zu dem tödlichen Unfall kam, stand zunächst nicht fest.

In dem Zug hätten etwa 40 Fahrgäste gesessen. Dort wurde niemand ernsthaft verletzt. Sie seien mit Bussen weitertransportiert worden. Der Zugführer kam mit einem Schock ins Krankenhaus. Die Bahnstrecke wurde gesperrt und inzwischen wieder freigegeben.

Bei dem Zug habe es sich nicht um eine Bahn der Deutschen Bahn gehandelt, sondern um die eines regionalen Unternehmens. Der Zug war den Angaben zufolge Richtung Mainz unterwegs.

Der Ort des Unfalls bot ein schreckliches Bild. Trümmerteile des Autos lagen nach Beobachtern in einem Umkreis von bis zu 500 Metern. Schnell kam die Information, die Schranken seien tatsächlich unten gewesen. "Wir wollen uns an solchen Spekulationen nicht beteiligen", sagte ein Sprecher der Polizei.

dpa

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