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Panorama Zehntausende feiern mit Madsack in Hannover
Nachrichten Panorama Zehntausende feiern mit Madsack in Hannover
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23:57 16.06.2018
ESC-Gewinner Michael Schulte und Barbara Schöneberger bei der Madsack-Party in Hannover. Quelle: Alexander Koerner
Hannover

Der Herzschlag unserer Heimat, er schlägt mal schneller, mal langsamer, mal poppig, mal rockig, immer voller Gefühl und Leidenschaft. Laut tönt er in Hannover, am Anzeigerhochhaus. Hier feiert die Mediengruppe, hier feiert Hannover 125 Jahre Madsack mit Stars der Pop- und Rockszene. „Herzschlag unserer Heimat“ ist das Motto. Eine große Samstagabendshow hat die Madsack Mediengruppe ihrer Heimat geschenkt.

Am Sonnabend feierte Hannover 125 Jahre Madsack. Mit dabei waren der ESC-Gewinner Michael Schulte, Barbara Schöneberger, Sascha und Mousse T. – Ein Fest mit einer solchen Taktzahl an Höhepunkten hat die Stadt noch nicht erlebt.

Fast 50.000 Menschen sind da. „Ich moderiere im Fernsehen nicht für so viele Leute wie hier“, scherzt Moderatorin Barbara Schöneberger zur Begrüßung kurz nach 20 Uhr: „Da kommt einem die Eröffnung der WM vor drei Tagen doch so vor wie das Feuerwehrfest in Hildesheim.“

Programm hatte es schon nachmittags gegeben. Ab 16 Uhr spielte die Musik, dank den DJs. Ab 19 Uhr begrüßten Jan Egge Sedelies und Christoph Dannowski auf der Bühne unter anderem die Iltener Nachwuchs-Hoffnung Laura Lato mit ihrem tanzbaren Deutschpop („Wir schaun nicht auf die Uhr“). Viel Soul liegt in der Stimme von Christian Bakotessa, dem „Supertalent“-Zweiten von 2012 aus Hannover, der erst R. Kellys „I believe I can fly“ schwelgt und dann mit Reggaetönen um Toleranz wirbt: „Kein Mensch ist illegal“. Die Indierocker Jupiter Jones treten halbakustisch auf: Sven Lauer singt zur Gitarre von Sascha Eigner ihren Hit „Still“. Doch still ist es da schon längst nicht mehr.

„Wir sind stolz auf unsere Firma“

„Wir sind stolz auf unsere Firma“, sagt Thomas Düffert, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Madsack Mediengruppe, im Gespräch mit Schöneberger: „Und wir sind stolz auf Hannover.“ Diese Stadt ist die Keimzelle des Erfolgs, und so kommt sie auch zu ihrem Recht, bei der singenden Schöneberger noch mit liebevoll spöttischen Unterton („Zu hässlich für München“), dann in Form eines Teenie-Superstars: Für Lukas Rieger haben viele junge Fans schon seit dem frühen Nachmittag vor der Bühne ausgeharrt. „Ich liebe dich!“- Rufe ertönen, als der 19-Jährige aus Lehrte seine Lieder „Never be this young again“ und „Slomo“ singt, „Zugabe!“-Rufe, als er aufhört.

Doch es geht weiter im Programm, immer weiter: Ein Fest mit einer solchen Taktzahl an Höhepunkten hat die Stadt noch nicht erlebt. Es ist ein Fest der Generationen, im Publikum und auf der Bühne. Als nächsten Künstler kündigt Schöneberger in ihrem unnachahmlichen Charme einen weiteren Lokalmatadoren an, Rapper Spax, der Riegers Vater sein könnte und mit Sohn Jari gekommen ist: „Spax ist Jahrgang 1973, im Showgeschäft ist das beinahe Pflegestufe 1.“ Altersmäßig könnte er wohl tatsächlich Riegers Vater sein, ist mit Sohn Jari gekommen und rappt sein „Wunderschön“: „Es ist so wunderschön, kannst du die Wunder seh‘n?“ Da sieht man vor allem ganz viele Hände oben.

125 Jahre Madsack: Das Open-Air-Festival

Seid live dabei: Die große Feier zum 125. Geburtstag von Madsack. 🎉🎉🎉

Gepostet von RND - RedaktionsNetzwerk Deutschland am Samstag, 16. Juni 2018

Michael Schulte und Sarah Lombardi sorgen für Stimmung

Ein erster Höhepunkt, dem schon der nächste folgt: Michael Schulte. Der Sympathieträger aus Eckernförde hat beim Eurovision Song Contest für Deutschland den vierten Platz geholt, er hat vor einer Woche geheiratet, jetzt steht der Lockenkopf auf der Madsack-Bühne, singt verträumt sein Erfolgslied „You let me walk alone“ und legt mit „The Maze“ noch etwas Schwung drauf.

Vom Songwriter zum Großpop: Sarah Lombardi kommt mit starker Stimme, breiten Arrangements und Lebenshilfe („Mensch ärger dich nicht“ und „Mein Leben“). Singer/Songwriter Ignacio „Iggy“ Uriarte aus den USA alias Lions Head liefert charmanten Folkpop („When I wake up“ und „True Love“). Glasperlenspiel bringen den Platz mit Elektropop zum Tanzen („Echt“ und „Royals & Kings“).

Riesenhits in Hannover. Doch die größten Hits kommen aus Hannover. „Es ist die Stadt der Musik: Hier wurden die Schallplatte, die CD und das MP3-Format erfunden“, sagt Schöneberger. Und dann spielt die von Mix-Meister Mousse T. zusammengestellte Weltklasse-Band Welthits aus der Stadt: Lenas „Satellite“, Mr. Presidents „Coco Jambo“, „Wind of Change“ von den Scorpions und ein Scooter-Medley – diese Stadt kann sich hören lassen.

„Wie toll, dass ihr alle da seid“

Er sich aber auch: „Wie toll, dass ihr alle da seid“, sagt Sasha. Der Mann hat sich mehrfach neu erfunden, machte anfangs eingängigen Hitparadenpop, wurde als Dick Brave zum Rock‘n‘Roller und hat nun mit „Schlüsselkind“ sein erstes deutschsprachiges Album herausgebracht. In Hannover gibt es einen Querschnitt seines Schaffens: „Genug ist genug“ mit fetten Bläsersätzen im Big-Band-Stil, „Lucky Day“ mit folkigen Streichern, „Immer wie immer“ mit Rockgitarre und träumerischem Saxofon. Es ist blaue Stunde, doch die Nacht strahlt in allen Farben.

Und dann kann die Band noch einmal richtig aufdrehen: Die Musiker, darunter Anne de Wolff, Andreas Hillesheim, Ulrich Rode und Moritz Stahl, spielen sonst für Stars wie Kelly Rowland, Helene Fischer, Fury, Samy Deluxe oder Sarah Connor. Jetzt spielen sie für ihn: Mousse T. Es gibt ein Best-of des hannoverschen Grammy-Gewinners: von „Is it ‘cos I‘m cool?“ über „Pop Muzak“, „Right about now“ und „Sex Bomb“ bis zu „Where is the Love“. Wer jetzt nicht tanzt, schwingt wenigstens sein Handy-Display. Es ist die Party des Jahres: Weltläufig, groovig, selbstbewusst – so klingt Hannover.

„Heimat ist Nähe und Vertrautheit“, hatte NP-Chefredakteur Bodo Krüger auf der Bühne gesagt, und sein HAZ-Kollege Hendrik Brandt meinte: „Heimat ist, wo die Schuhe stehen, wo man ganz normal miteinander redet.“ Und der Herzschlag dieser unserer Heimat, er ist mitreißend, vielfältig, ganz nah an den Menschen. Und er geht definitiv in die Beine.

Von RND/Stefan Gohlisch

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