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Panorama Zahl der Todesopfer in Guatemala steigt auf 110
Nachrichten Panorama Zahl der Todesopfer in Guatemala steigt auf 110
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11:01 09.06.2018
Nach dem verheerenden Vulkanausbruch in Guatemala vom Sonntag ist die Zahl der Toten auf mehr als 100 gestiegen. Quelle: dpa
Esquintla

Die Bergungs- und Rettungseinsätze am guatemaltekischen Feuervulkan sind am Freitag den zweiten Tag in Folge wegen gefährlicher Lavaströme ausgesetzt worden. Dennoch stieg die Zahl der Toten durch die massive Eruption des Volcán de Fuego auf 110, wie Behörden mitteilten. Fast 200 Menschen wurden seit dem Ausbruch am Sonntag (3. Juni) vermisst.

In einer provisorischen Leichenhalle in Esquintla arbeiten 15 Gerichtsmediziner an der Identifizierung der oft bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Opfer. „Wir entnehmen aus den Knochen Proben für DNA-Tests“, sagte der Forensiker Miguel Morales der Nachrichtenagentur AP in Esquintla. „Die Gewebe sind in sehr schlechtem Zustand.“ Die Menschen kamen in Lavaströmen um, die Temperaturen von bis zu 700 Grad Celsius hatten. Viele Leichen, die bei den Forensikern in der umfunktionierten Lagerhalle ankommen, haben keine Extremitäten mehr.

Identifizierung der Toten gestaltet sich schwierig

„Die Leichen sind praktisch versteinert“, erklärt der Direktor des Nationalen Instituts der Forensischen Wissenschaften Guatemalas, Fanuel Garcia Morales. Es sei daher sehr schwierig, DNA-Proben zu entnehmen. Denn bei der Berührung „können sie leicht auseinanderfallen“, erklärt er. Nach seiner Schätzung wird die Identifizierung mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Die DNA-Bestimmung aus Knochen ist oft die letzte Chance auf eine Identifizierung. Die Leichen werden zunächst darauf geprüft, ob noch Fingerabdrücke, Zähne, individuelle Besonderheiten wie Narben, Tätowierungen und alte Knochenbrüche verwertbar sind.

Von RND/dpa

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