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Panorama Wiesn-Streit: Millionärsverlobte bleibt in Haft
Nachrichten Panorama Wiesn-Streit: Millionärsverlobte bleibt in Haft
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14:33 07.06.2017
Das Landgericht München hatte die Millionärsverlobte zu viereinhalb Jahren Haft wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Quelle: dpa
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München

Das Urteil gegen die Verlobte eines Hamburger Multimillionärs wegen ihrer Messerattacke auf einen Wiesn-Gast ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof verwarf die Revision der Frau als unbegründet, wie das Oberlandesgericht München am Mittwoch mitteilte. Das Landgericht München hatte die heute 35-Jährige zu viereinhalb Jahren Haft wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Lebensgefährlicher Messerstich gegen Pöbler

Die Mutter dreier Kinder hatte zugegeben, einen Wiesn-Gast 2015 vor dem Käfer-Promizelt mit einem Klappmesser verletzt zu haben. Der Mann hatte ihren Bekannten, den Ex-Fußballnationalspieler Patrick Owomoyela, zuvor heftig rassistisch beleidigt.

Der Lastwagenfahrer erlitt eine schwere Stichwunde, verlor viel Blut, ihm musste die Milz entfernt werden. Die Frau ging nach der blutigen Auseinandersetzung in die Nobeldisco P1 und feierte weiter. Vor Gericht war sie immer wieder in Tränen ausgebrochen. Ihre Verteidiger hatten stets von Notwehr gesprochen und auf Freispruch plädiert.

Zeugen gekauft?

Der Prozess hatte auch deshalb Schlagzeilen gemacht, weil der Verlobte der Angeklagten mehrfach versucht haben soll, Zeugen zu kaufen. Die Ermittlungen laufen noch. „Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München I am Mittwoch. Ermittelt wird weiter gegen den Multimillionär und drei weitere Beschuldigte. Unter anderem sollte ein Zeuge 200.000 Euro für eine entlastende Falschaussage bekommen. Er packte aber vor Gericht aus. Auch dem Verletzten soll Geld geboten worden sein.

Zeitweise waren im Zusammenhang mit der Falschaussage auch die Strafverteidiger der Frau, drei renommierte Münchner Anwälte, ins Visier geraten. Das habe sich aber erledigt. Gegen sie werde nicht ermittelt.

Von RND/dpa

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