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Panorama Wegen 50 Euro das Gesicht verstümmelt
Nachrichten Panorama Wegen 50 Euro das Gesicht verstümmelt
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13:52 01.11.2016
Tatort: In diesem Mehrfamilienhaus in Schlüchtern ereignete sich die Horror-Tat. Quelle: dpa
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Schlüchtern

Fast einen Monat nachdem einem jungen Mann in Schlüchtern grausam das Gesicht verstümmelt wurde, sind nun Hintergründe der Tat bekannt geworden. Möglicherweise spielte eine ausstehende Geldforderung in Höhe von 50 Euro eine Rolle, die das 18 Jahre alte, spätere Opfer erhoben habe, wie die Staatsanwaltschaft Hanau am Dienstag mitteilte.

Verdächtiger schweigt sich aus

Um die Angelegenheit zu klären, hatten sich beide am 7. Oktober im Main-Kinzig-Kreis in der Wohnung des 19-jährigen mutmaßlichen Täters verabredet. Warum die Situation dort eskalierte, sei unklar. Der in Untersuchungshaft sitzende Verdächtige schweigt weiterhin zu dem horrorfilm-trächtigen Vorfall. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes.

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Jürgen Heinze soll der 19-Jährige dem 18-Jährigen mit einem spitzen Gegenstand in die Augäpfel und den Hals gestochen haben. Das Opfer, das später in einer Klinik in Bayern notoperiert wurde, werde sein Sehvermögen weitgehend verlieren und vermutlich sein Leben lang an den Folgen zu leiden haben.

An Grausamkeiten war es das damit noch nicht: Zudem hat der Täter laut Staatsanwaltschaft seinem Opfer bei dem Gewaltexzess die Augenlider abgetrennt, Nasenflügel aufgeschnitten und beide Ohren angebissen. Am Tatort seien mehrere blutverschmierte Messer sowie eine Gabel und ein Kugelschreiber sichergestellt worden.

„Opfer wurde grausam verstümmelt“

Die Polizei hatte die Tür aufgebrochen, nachdem sie von einer Anwohnerin alarmiert worden war. Die Beamten fanden die beiden Kontrahenten in einer Blutlache auf dem Boden liegend vor. Alkohol hatte den Erkenntnissen zufolge keiner der beiden getrunken, ob Drogen konsumiert worden waren, werde überprüft.

Nach Angaben der Ermittler kannten sich die jungen Männer aus einer früheren gemeinsamen Zeit in einer Jugendhilfeeinrichtung. Bei der Polizei ist der 19-Jährige bislang nicht auffällig geworden. Zunächst war nur die Rede von versuchtem Totschlag und schwerer Körperverletzung, nun spricht die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen von versuchtem Mord. „Diese Form der Gewalt haben die Ermittlungsbehörden hier noch nicht erlebt. Das Opfer wurde grausam verstümmelt“, hatte Heinze bereits kurz nach der Tat gesagt.

Von dpa/RND

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