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Panorama Vermeintlicher Modeschmuck für 755.818 Euro versteigert
Nachrichten Panorama Vermeintlicher Modeschmuck für 755.818 Euro versteigert
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22:19 07.06.2017
Das ist das gute Stück. Der Besitzer hatte den Diamanten jahrzehntelang zu alltäglichen Handlungen getragen. Quelle: Sotheby's
London

Es war eine neiderfüllende Nachricht, die am 22. Mai durch die Welt gegangen war: Ein für zehn Pfund auf einem Flohmarkt erstandener Ring mit Stein hatte sich als superteurer Diamant entpuppt. Jetzt wurde das gute Stück versteigert – und erzielte noch mal deutlich mehr, als Experten vermutet hatten.

Der Juwel mit 26.27 Karat sollte der Auktion von Sotheby’s voraussichtlich rund 350 000 Pfund (etwa 405 000 Euro) erlösen, hatte es geheißen. Nun sind es 656.750 Pfund (etwa 756.000 Euro) geworden, wie das Auktionshaus mitteilte.

Der mittlerweile „Tenner“ (deutsch: „Zehner“) genannte, kissenförmige Diamant stammt aus dem 19. Jahrhundert. Daher hätten die Besitzer seine Echtheit offenbar auch nicht erkannt, hatte die Leiterin der Schmuckabteilung des Auktionshauses Sotheby’s, Jessica Wyndham, gemutmaßt: Diamanten aus dem 19. Jahrhundert seien nicht geschliffen worden, um ihre Reinheit zur Schau zu stellen, damit Diebe gar nicht erst auf falsche Gedanken kommen würden.

Außerdem kam am Mittwoch eine Brosche unter den Hammer, die die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher zu vielen Anlässen getragen habe, unter anderem am Tag ihres Rücktritts, teilte Sotheby’s weiter mit. Die Diamantbrosche habe für 81.250 Pfund (rund 93.500 Euro) den Besitzer gewechselt.

„Es war aufregend, heute zwei Objekte unter den Hammer zu bringen, die in den letzten Wochen soviel Interesse und Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben“, sagte Wyndham. Das habe sich in einem starken Bieterwettstreit niedergeschlagen.

Von RND/kha

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