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Panorama Verdacht: Sicherheitsleute vermitteln Flüchtlinge für Prostitution
Nachrichten Panorama Verdacht: Sicherheitsleute vermitteln Flüchtlinge für Prostitution
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16:11 25.10.2017
Tatort Flüchtlingsheim: In einer Unterkunft in Berlin sollen Sicherheitsmitarbeiter Flüchtlinge an Kunden vermittelt haben. Quelle: dpa
Berlin

Mitarbeiter von Berliner Sicherheitsfirmen sollen dem ZDF-Magazin „Frontal 21“ zufolge Flüchtlinge in die Prostitution vermittelt haben. Laut einem am Dienstagabend ausgestrahlten Bericht soll es ein regelrechtes Zuhälter-Netzwerk in Berliner Flüchtlingsheimen geben, in das Security-Mitarbeiter verwickelt sind. Die Sicherheitsleute bauten den Erstkontakt in die Prostitution auf und überredeten Flüchtlinge zu Sex gegen Geld, erklärte ein Sicherheitsbeauftragter, der für mehrere Flüchtlingsunterkünfte in Berlin verantwortlich ist, gegenüber dem ZDF.

Sex mit Männern und Minderjährigen seien besonders gefragt

Sex mit männlichen Flüchtlingen und Minderjährigen sei dabei besonders gefragt. Bestätigt würden dessen Aussagen von mehreren Flüchtlingen. So habe ein 20-jähriger Syrer dem ZDF berichtet, dass ihn ein Security-Mann wegen bezahlten Sex mit Frauen angesprochen habe. Der Syrer sagte, er müsse Geld verdienen, um zu überleben, aber schäme sich für das, was er tue.

Mitarbeiter soll für Vermittlung 20 Euro bekommen haben

Auch ein Security-Mitarbeiter bestätigte „Frontal 21“, in Zuhälterei involviert zu sein. Für jede Vermittlung bekomme er 20 Euro, dafür mache er „die Frauen klar“. Eine Sozialarbeiterin eines Flüchtlingsheims in Berlin-Wilmersdorf hat nach eigenen Angaben die Geschäfte der Security mit den Flüchtlingen beobachtet. Sie habe gesehen, wie ein Sicherheitsmann Bewohnern Geld zugesteckt habe. Als sie Heimbewohner darauf angesprochen habe, hätten diese Prostitution und Zuhälterei bestätigt. „Da waren auch Minderjährige darunter“, erklärte die Sozialarbeiterin gegenüber dem ZDF.

Bisher hätten Berliner Behörden darauf „keine konkreten Hinweise“ gehabt, sagte Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) dem ZDF. Polizei und Staatsanwaltschaft müssten den Hinweisen nachgehen.

Ehrenamtliche Helfer in der Wilmersdorfer Einrichtung forderten personelle Konsequenzen. Jeder Mitarbeiter, der auch nur möglicherweise in die Vorgänge involviert sei, müsse mit sofortiger Wirkung von seinen Tätigkeiten freigestellt werden, erklärte die Initiative „Freiwillige helfen im Rathaus Wilmersdorf“ am Mittwoch in Berlin. Die Tatsache, dass die Security in die Vorgänge verwickelt zu sein scheint, stelle einen massiven Missbrauch der Aufgabe als Personal dar, das für Sicherheit sorgen soll.

Von epd/RND

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