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Panorama Unwetter in Japan: Zahl der Toten steigt auf 100
Nachrichten Panorama Unwetter in Japan: Zahl der Toten steigt auf 100
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08:09 09.07.2018
Mindestens 65 Menschen sind bei schweren Unwettern in Japan ums Leben gekommen. Quelle: Kyodo News
Hiroshima

Unwetter mit außergewöhnlich viel Regen haben in Japan mindestens 100 Menschen in den Tod gerissen. 68 werden laut Regierungsangaben noch immer vermisst. Fotos zeigten schlimme Folgen des seit Donnerstag andauernden Regens: überflutete Straßen, verschlammte Häuser, Erdrutsche.

Wie ein Regierungssprecher mitteilte, seien insgesamt 54.000 Helfer - darunter Soldaten und Polizisten - an dem Einsatz beteiligt. Premierminister Shinzo Abe rief dazu auf, bei der Suche nichts unversucht zu lassen. „Es ist ein Kampf gegen die Zeit“, sagte Abe.

Mindestens 100 Menschen sind bei Unwettern in Japan ums Leben gekommen. Dutzende werden noch vermisst.

Besonders betroffen von den starken Regenfällen war die Region um die Millionenstadt Hiroshima. Allein dort wurden 27 Tote und 21 Vermisste gemeldet. Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigen. Berichten zufolge verließen Hunderttausende ihre Häuser wegen der ansteigenden Wassermassen. Teilweise mussten die Menschen sich auf die Dächer ihrer Häuser retten und harrten dort aus, bis die Rettungsteams sie erreichten.

Millionen Menschen sollen Häuser verlassen

Insgesamt waren rund 3,6 Millionen Menschen in 18 Präfekturen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen, darunter alleine 1,8 Millionen in Hiroshima. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, wurden Hunderte Häuser beschädigt.

Die Wetterbehörde warnte vor weiteren Erdrutschen und Hochwasser. Vor allem in den Präfekturen Kyoto und Gifu gebe es „noch nie da gewesene Niederschläge“. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, auch am Sonntag erwarteten die Meteorologen heftige Niederschläge.

In der vom Regen betroffenen Region im Westen Japans befinden sich die Großstädte Fukuoka, Nagasaki und Hiroshima.

Von RND/dpa