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Panorama Unbeteiligter Mann stirbt nach Autorennen in Berlin
Nachrichten Panorama Unbeteiligter Mann stirbt nach Autorennen in Berlin
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19:06 01.02.2016
Am Ku'damm gibt es immer wieder verbotene Autorennen. Quelle: Britta Pedersen
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Berlin

Bei einem illegalen Autorennen nahe dem Berliner Kurfürstendamm ist ein 69 Jahre alter unbeteiligter Autofahrer getötet worden. Die beiden jungen Fahrer der zwei rasenden Sportwagen und eine Beifahrerin wurden bei dem Unfall in der Nacht schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Der 26-Jährige und der 24-Jährige überfuhren nach Beobachtungen von Zeugen auch mehrere rote Ampeln. In der Tauentzienstraße kurz vor dem Kaufhaus KaDeWe stieß mindestens einer der Sportwagen mit einem Geländewagen zusammen. Dessen 69 Jahre alter Fahrer starb am Unfallort.

Der Zusammenstoß, der sich gegen 0.50 Uhr ereignete, war so heftig, dass Trümmer der Autos über die ganze Kreuzung verteilt wurden. Radio-Reporter berichteten, der Unfallort habe ausgesehen, als ob die Autos explodiert seien. Die Raser sollen Berichten zufolge mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen sein. Der Geländewagen wurde durch den Aufprall über die Straße geschleudert und kam auf der Seite liegend zum Stehen. Ein weißer Sportwagen blieb stark beschädigt daneben stehen.

Der zweite Fahrer konnte laut Medienberichten wohl ausweichen, sein ebenfalls weißer Wagen geriet aber ins Schleudern, knallte gegen eine Begrenzung, wurde durch die Luft geschleudert und landete auf einem Fußgängerweg zwischen den Fahrbahnen.

Die jungen Fahrer und die Mitfahrerin wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Zeitungen berichteten, die Polizei bewache die Männer.

Die Tauentzienstraße war stundenlang gesperrt. Am Morgen lagen noch Überbleibsel des Unfalls auf der Fahrbahn - darunter Trümmerteile der Autos, ein Schuh und ein Buch. Busse wurden umgeleitet. Experten der Polizei begannen mit der Untersuchung des Ablaufs.

Am Kudamm und am Tauentzien gibt es immer wieder verbotene Autorennen. Vor allem werden sie am späten Abend oder nachts, wenn die Straßen leer sind, von Mitgliedern der Tuning-Szene veranstaltet. Auch tagsüber fallen Fahrer von Sportwagen auf, die mit ohrenbetäubendem Lärm demonstrativ auf und ab fahren.

Ein Problem sind diese Rennen aber in vielen Städten und ländlichen Gebieten Deutschlands, auch in Ballungsräumen in Westdeutschland. So gibt es in Köln immer wieder Berichte darüber. Mehrere Menschen starben allein im vergangenen Jahr bei ähnlichen schweren Unfällen. In Leverkusen und Köln wurden unbeteiligte Radfahrer und ein Taxi-Fahrgast getötet, in Ludwigshafen starb eine Mitfahrerin.

dpa

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