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Panorama US-Tabakkonzerne werben gegen sich selbst
Nachrichten Panorama US-Tabakkonzerne werben gegen sich selbst
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12:18 27.11.2017
US-amerikanische Tabakfirmen müssen künftig Werbung gegen ihre Produkte schalten. Quelle: dpa
Washington

Die Zeiten, in denen sich der Marlboro-Cowboy im Fernsehen genüsslich eine Zigarette ansteckte, Ärzte Camels rauchten und Lucky Strikes mit Attributen wie Vitalität und Fitness warb, sind längst vorbei. Mittlerweile drucken Tabakhersteller in über 100 Ländern plakative Warnhinweise und abschreckende Bilder auf die Verpackungen. In allen EU-Staaten bis auf Deutschland ist die Außenwerbung für Tabakprodukte verboten. Die Bundesregierung will bis 2020 ein entsprechendes Verbot aussprechen.

In den USA müssen die Tabakkonzerne ab sofort noch einen Schritt weitergehen. Nach einem achtzehn Jahre andauernden Rechtsstreit zwischen den vier größten Unternehmen und der US-Regierung hat ein Gericht eine breite Werbekampagne angeordnet. Ab dem 26. November müssen Altria, R.J. Reynolds Tobacco, Lorillard und Philip Morris USA Anzeigen gegen sich selbst schalten und vor den Gefahren des Tabakkonsums warnen. Das berichtete unter anderem die New York Times.

Die Werbung informiert unter anderem darüber, dass in den USA täglich 1200 Menschen an den Folgen des Rauchens sterben. Das seien jährlich mehr Tote als durch Mord, AIDS, Drogen, Suizid, Autounfälle und Alkohol zusammengerechnet. Insgesamt sterben jedes Jahr etwa 480.000 US-Amerikaner an Krankheiten, die aus dem Tabakkonsum resultieren.

Das Gericht ordnete außerdem an, wie oft und wo die Werbung erscheinen soll. Ein Jahr lang müssen die Konzerne den Spott an fünf Abenden pro Woche auf einem Fernsehsender schalten. Zudem müssen sie fünf ganzseitige Anzeigen in den Wochenendausgaben von 45 Tageszeitungen abdrucken. Die Kampagnen sollen jedes Unternehmen rund 30 Millionen Dollar kosten. Insgesamt belaufen sich die Marketingausgaben der US-amerikanischen Tabakkonzerne laut dem Fernsehsender „ABC“ auf über acht Milliarden Dollar jährlich.

Bereits seit 1999 liefern sich die Tabakunternehmen und die US-Regierung einen Rechtsstreit. 2006 hatte das Gericht erklärt, dass die Industrie die Öffentlichkeit fünfzig Jahre lang systematisch belogen und die Gefahren des Rauchens ausgeblendet habe. Die aktuelle Verordnung sei eine „Richtigstellung“ der früher verbreiteten Werbebotschaften.

Von RND/mkr

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