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Panorama US-Geheimdienst schnappt die Schoko-Diebe
Nachrichten Panorama US-Geheimdienst schnappt die Schoko-Diebe
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16:06 23.06.2017
Immer wieder wurde ein Snackautomat, ähnlich diesem, von den Dieben leergeräumt. Quelle: dpa
Langley

Immer wieder war das Fach mit den Kartoffelchips leer. Auch im Schokoriegel-Regal herrschte schnell gähnende Leere. Und das, obwohl niemand je Geld in den Süßigkeitenautomaten gesteckt hatte. Der US-Geheimdienst CIA wurde über Monate von dreisten Dieben ausgetrickst. Erst der Einsatz hausinterner Spionagemethoden konnte dem Treiben ein Ende setzen. Klarer Fall für die Sonderkommission (Soko) Schoko.

Schaden: 3300 Dollar und viele unterzuckerte Agenten

Mitarbeiter mit krimineller Energie hatten bei der Behörde immer wieder den Automaten mit Chips, Schokoriegel und anderen Snacks geplündert, wie jetzt aus einem Bericht des CIA-Generalinspekteurs hervorgeht. Der angerichtete Schaden: 3300 Dollar (rund 2960 Euro) und viele unterzuckerte Agenten.

Dabei bewiesen die Diebe einen verblüffenden Einfallsreichtum, denn sie machten sich eine Sicherheitslücke des Automaten zunutze. Ihr Trick: Immer, wenn die Snackdiebe den Automaten leeren wollten, zogen sie zuerst einmal das Stromkabel aus der Steckdose. Da damit auch die Verbindung zum Bezahlsystem des Apparates gekappt war, akzeptierte der Automat die Nummern ungedeckter Konten. Die Snacks gab es dann kostenlos.

Pfiffig, aber nicht pfiffig genug

Ganz schön pfiffig – allerdings nicht pfiffig genug für den mächtigen amerikanischen Geheimdienst. Irgendwann hatte man dort die Nase voll von den Kalorienklauern und setzte auf bewährte Spionagemethoden. An den Süßigkeitenautomaten wurden möglichst unauffällig Überwachungskameras installiert. Die filmten dann diverse Mitarbeiter auf frischer Tat.

Der Haupttäter gestand im späteren Verhör, dass er sich den Trick „auf Grundlage seiner Kenntnisse über Computernetzwerke“ überlegt habe. Weniger hatten er und seine Komplizen offenbar über die Konsequenzen nachgedacht: alle wurden sofort gefeuert.

Bitteres Ende für ein bisschen Süßes

Bei den Übeltätern handelte es sich nach CIA-Angaben um Mitarbeiter einer externen Firma, die Zugang zu dem Gebäude hatten. Gegen eine nicht veröffentlichte Zahl von ihnen wurde ermittelt. Nach dieser Tat bleiben Geheimdienstkreise für sie für immer verschlossen. Die Beschuldigten wurden, so steht es in dem Bericht des Inspekteurs, vom Sicherheitspersonal aus dem Gebäude eskortiert. Bitteres Ende für ein bisschen Süßes.

Von Heike Manssen/RND

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