Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama US-Airline schmeißt Familie aus Flugzeug
Nachrichten Panorama US-Airline schmeißt Familie aus Flugzeug
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:06 05.05.2017
Eine Familie ist von der US-Airline Delta Airlines des Fluges verwiesen worden. Quelle: AP
Los Angeles 

Wieder Ärger am Bord eines US-Flugzeuges: Eine Familie aus Kalifornien ist in einer Maschine der Fluggesellschaft Delta Airlines mit einer Haftstrafe bedroht worden. Die Familie wurde dann des Flugzeugs verwiesen. Ein Video des Vorfalls von Ende April verbreitete sich in den sozialen Netzwerken. Die Fluggesellschaft entschuldigte sich am Donnerstag (Ortszeit) und bot der Familie eine Entschädigung an. Zur Höhe der Entschädigung äußerte sich die Fluggesellschaft nicht.

In dem Video, das am Mittwoch veröffentlicht wurde, ist zu sehen wie der Vater der Familie an Bord der Maschine von Hawaii nach Kalifornien mit jemanden diskutiert. Die Familie wollte eines der beiden Kleinkinder auf den Platz setzen, der eigentlich für den 18 Jahre alten Sohn gebucht war. Dieser war aber bereits mit einer früheren Maschine nach Hause geflogen. Den Eltern wurde verboten, eines der Kleinkinder auf den Sitzplatz zu setzen, da dafür das gültige Ticket fehlte.

„Ich habe diesen Platz gekauft“

Ob der Vater mit einem Angestellten der Fluggesellschaft, einer Sicherheitskraft oder jemand anderen spricht, ist in dem Video nicht zu sehen. Nachdem der Vater sagt, er werde deshalb nicht das Flugzeug verlassen, antwortet die andere Person, er und seine Ehefrau würden ins Gefängnis kommen, würden sie die Anweisungen der Fluglinie nicht befolgen. „Ich habe diesen Sitzplatz gekauft“, sagt daraufhin der Familienvater und schlägt vor, seine Frau könne das Kind während Start und Landung auf dem Schoß und es nur während des Fluges in einem Kindersitz auf den leeren Platz setzen. Eine weitere Person, die offenbar für die Fluggesellschaft arbeitet, lehnt das jedoch ab. Die Familie wurde daraufhin des Flugzeugs verwiesen.

Zuletzt hatten immer wieder Vorfälle auf Flügen in den USA für Aufsehen gesorgt. United Airlines erlebte ein PR-Desaster, weil die Gesellschaft Mitte April einen Flug überbucht hatte und per Zufall vier Passagiere bestimmte, die die Maschine wieder verlassen sollten. Ein 69-Jähriger weigerte sich, woraufhin das Unternehmen die Polizei rief. Diese zerrte den Mann vor laufenden Handykameras so rabiat aus der Maschine, dass er nach Angaben seines Anwalts zwei Zähne verlor, eine Gehirnerschütterung erlitt und sich die Nase brach.

Von RND/AP