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Panorama U-Boot-Bauer warf Journalistin über Bord
Nachrichten Panorama U-Boot-Bauer warf Journalistin über Bord
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18:58 21.08.2017
„Unglück an Bord“: Die vermisste Journalistin Kim Wall wurde wohl tot von Bord der „Nautilus“ geworfen. Quelle: dpa
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Kopenhagen/Stockholm

Damit scheint, so die schwedische Zeitung „Expressen“, eines der größten Rätsel um Madsens U-Boot „Nautilus“ gelüftet. Peter Madsen habe bei der Polizei ausgesagt, es habe sich ein Unglück an Bord ereignet, das Kim Walls Tod verursacht habe. „Wir glauben, dass Madsen die Wahrheit sagt, wenn er behauptet, sie sei an Bord des U-Boots gestorben“, so der Sprecher der Kopenhagener Polizei, Steen Hansen gegenüber der schwedischen Presseagentur TT.

Kim Wall war zuletzt am 10. August beim Auslaufen an Bord des privaten U-Boots „UC3 Nautilus“ gemeinsam mit Peter Madsen gesehen worden. Der 46-Jährige steht im Verdacht, das Boot südlich von Kopenhagen absichtlich zum Sinken gebracht zu haben. Er selbst war gerettet worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Wall hatte eine Reportage über Madsen schreiben wollen.

Nach Angaben der Polizei habe Madsen nach dem Unglück den Körper der 30-Jährigen in der Bucht von Køge (Dänemark) ins Meer geworfen. Genauere Angaben zum Ort und Hergang des Unglücks machte die Polizei nicht. Der Verdacht, dass Madsen den Tod von Kim Wall verursacht haben könnte, besteht allerdings weiter. Nach wie vor sitzt er wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung in Untersuchungshaft. Die Polizei wollte weitere Ermittlungen nicht kommentieren, da sie immer noch der Geheimhaltung unterlägen, so „Expressen“.

Die „Nautilus“ beim Auslaufen am 10. August 2017. Quelle: dpa

Laut der Pressemitteilung der Kopenhagener Polizei soll es dänischen und schwedischen Ermittlern mittlerweile gelungen sein, die Route des U-Boots zu rekonstruieren. Danach sei die Fahrt ausschließlich in dänischen Hoheitsgewässern erfolgt – im südlichen Teil des Öresund und im nordwestlichen Teil der Bucht von Køge.

Dänische Seefahrtsbehörden suchen seit Freitag per Sonar nach dem Leichnam Walls. Über das Wochenende hatten schwedische Beamte mit drei Sciffen und einem Hubschrauber nach der vermissten Journalistin gesucht. Die Suche wurde am Montag fortgesetzt – daran ändere auch Madsens Aussage nichts, so der diensthabende Seenotretter Lasse Larsson. „Wir haben die ganze Zeit die Suche mit Freiwilligen aufrechterhalten und werden das auch weiterhin tun“, sagt Larsson.

Bisher habe man vor allem auf der schwedischen Seite des Öresunds gesucht, so der Seenotretter. „Aber durch die starke Strömung im Öresund, die permanent ihre Richtung ändert, kann eine Leiche praktisch überall angeschwemmt werden“, so Larsson.

Die preisgekrönte 30-jährige schwedische Journalistin aus der südschwedischen Provinz Schonen wird seit dem 11. August vermisst. Sie wollte die Reise von Madsens „Nautilus“ begleiten. Kim Wall stammt aus Trelleborg und studierte Journalismus an der Columbia Universität in New York. Nach ihrer Ausbildung publizierte sie in verschiedenen internationalen Medien und berichtete unter anderem aus Krisenregionen wie Nordkorea, Sri Lanka und Haiti.

Von RND/Daniel Killy

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