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Panorama Migranten können Rettungsschiff „Diciotti“ verlassen
Nachrichten Panorama Migranten können Rettungsschiff „Diciotti“ verlassen
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22:18 25.08.2018
Flüchtlinge an Bord des italienischen Küstenwachboots „Diciotti“ im Hafen von Catania. Quelle: Orietta Scardino/ANSA via AP
Catania

Einige der Migranten würden von Albanien und Irland aufgenommen, so Salvini. Unterdessen ermittelt die italienische Justiz gegen Innenminister Matteo Salvini. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, wird dem Chef der fremdenfeindlichen Lega illegales Festhalten und Amtsmissbrauch im Zusammenhang mit dem Rettungsschiff „Diciotti“ vorgeworfen, auf dem tagelang Migranten festgesetzt wurden, um in der Migrationsfrage Hilfe der europäischen Partner zu erzwingen. Salvini selbst sagte Ansa zufolge am Abend, es sei eine „Schande“, dass gegen den Minister ermittelt werde, der sich für den Schutz der Grenzen des Landes einsetze.

Zuvor hatten zwölf Personen das Schiff der italienischen Küstenwache am Sonnabend wegen Tuberkulose-Verdachts verlassen. Die „Diciotti“ hatte am 16. August insgesamt 190 Migranten aufgenommen und erst am Montag die Erlaubnis bekommen, in den Hafen von Catania einzufahren. 13 der Geretteten wurden bereits kurz nach der Rettung nach Lampedusa gebracht, 27 Minderjährige konnten am Mittwochabend von Bord. Damit befanden sich bislang noch 138 Menschen an Bord.

Das Schiff war am späten Montagabend im Hafen von Catania auf Sizilien eingelaufen, nachdem sie die Menschen am 16. August in Seenot gerettet hatte. Die italienische Regierung wollte die Flüchtlinge und Migranten erst von Bord gehen lassen, wenn sich andere EU-Mitgliedstaaten auf ihre Verteilung geeinigt haben. Innenminister Matteo Salvini hatte damit gedroht, die Flüchtlinge und Migranten nach Libyen zurückzuschicken.

Von RND/dpa