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Panorama „Träumchen“ und „Schätzchen“: Pandas in Berlin gelandet
Nachrichten Panorama „Träumchen“ und „Schätzchen“: Pandas in Berlin gelandet
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18:27 24.06.2017
Kostbare Fracht aus Fernost: Riesenpanda „Meng Meng“ Quelle: dpa-Zentralbild
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Schönefeld

Neue Bären für Berlin: Nach langen Verhandlungen sind die beiden chinesischen Riesenpandas „Meng Meng“ (Träumchen) und „Jiao Qing“ (Schätzchen) in Berlin angekommen. Die Frachtmaschine mit den beiden Transportboxen an Bord landete am Nachmittag auf dem Flughafen Schönefeld. Als Empfangskomitee standen Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der chinesische Botschafter Shi Mingde bereit.

„Wir freuen uns, dass Berlin nun um eine Attraktion reicher ist“, sagte Müller. „Pandas sind etwas Besonderes und sie gehören nach Berlin. Nach dem Tod von Bao Bao im Jahr 2012 hatte man das Gefühl: da fehlt was.“

Es war eine erstes Kennenlernen, ein vorsichtiges Beschnuppern: Der Berliner Tierpfleger Christian Toll ist in der Panda-Stadt Chengdu auf Tuchfühlung mit seinen künftigen Schützlingen gegangen. Die beiden Pandabären werden am 24. Juni in Berlin erwartet.

Nach ihrem langen Flug werden die Tiere, die mit Pfleger, Tierarzt und Bambus-Vorrat anreisten, in den Berliner Zoo gebracht. Dort beziehen sie ein neun Millionen Euro teures neues Gehege mit chinesischen Pavillons, roten Laternen und einem Kletterspielplatz.

Die tapsigen schwarz-weißen Pandas stammen aus der Zuchtstation Chengdu im Südwesten Chinas. Sie sind aber nur geliehen, da Pandas sowie ihr Nachwuchs grundsätzlich chinesisches Staatseigentum bleiben. China verlangt eine Leihgebühr von einer Million US-Dollar pro Jahr. Das Geld fließt in den Schutz von Pandas und die Forschung. Die Kooperation mit dem Berliner Zoo läuft über 15 Jahre.

Chinas Botschafter Shi Minde sagte am Samstag: „Pandas haben in China praktisch den Status eines Nationalschatzes. Ein China ohne Pandas ist schlicht nicht vorstellbar, daher haben der Erhalt und Schutz der Tiere höchste Priorität.“


Der Berliner Zoo zeigt ab Anfang Juli als einziger Tierpark in Deutschland Pandas – und hofft auf Nachwuchs. „Das wäre natürlich das absolut wünschenwerte Ziel, aber es ist nicht so leicht, weil das Weibchen nur kurze Zeit im Jahr fruchtbar ist“, erläuterte Tierpfleger Christian Toll, der die Pandas auf ihre Reise begleitete. Panda-Weibchen sind nur einmal im Jahr für drei bis vier Tage fruchtbar. Auch sind Pandas eigentlich Einzelgänger. So werden „Träumchen“ und „Schätzchen“ auch in Berlin getrennt untergebracht.

„Wir werden versuchen, dass sich beide im Vorfeld aneinander gewöhnen“, sagte Toll. „Sie sollen sich schon lange vorher riechen, dann auch sehen und hören können – umso besser sind sie dann aufeinander eingespielt, wenn die heiße Phase beginnt.“

„Träumchen“ und „Schätzchen“ haben dann in ihrer neuen Heimat auch bald Geburtstag: Weibchen Meng Meng wird am 10. Juli vier Jahre alt, Männchen Jiao Quing wird am 15. Juli sieben Jahre alt.

Von RND/dpa

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