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Panorama Tourismusverband: „Wir haben den Bogen überspannt“
Nachrichten Panorama Tourismusverband: „Wir haben den Bogen überspannt“
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21:35 28.11.2016
PR-Lüge: Die Schneeraupe landete absichtlich in Schleswig-Holstein, wie der Tourismusverband Seefeld (TVB) mittlerweile einräumt. Quelle: Olympiaregion Seefeld
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Bad Oldesloe/Seefeld

Vier Tage nach den ersten Meldungen haben die Urheber den Scherz eingeräumt und von einem „großen Märchen“ gesprochen. Was als „Geschichte zum Schmunzeln geplant war, entwickelte sich zum unglaublichen Medienhit“, schrieb die Olympiaregion Seefeld auf Facebook. Inzwischen ist dieser Beitrag wieder gelöscht – und der Tourismusverband gibt sich reumütig. „Ich hätte besser gleich die Wahrheit gesagt“, räumte Geschäftsführer Elias Walser gegenüber den „Lübecker Nachrichten“ ein: „Es tut mir leid.“

Meldung hatte am Donnerstag bundesweit für Aufsehen gesorgt: Eine Pistenraupe sei vom baden-württembergischen Laupheim in den Bad Oldesloer Ortsteil Seefeld (Kreis Stormarn) statt in den gleichnamigen Tiroler Wintersportort geliefert worden. Zahlreiche Medien berichteten darüber. Die Lübecker Nachrichten hatten persönlich mit dem Seefelder Tourismuschef Elias Walser gesprochen. Der hatte den Scherz dabei keineswegs aufgelöst, sondern an der Version von der verirrten Pistenraupe ausdrücklich festgehalten. Walser verwies darauf, dass die ausführende Spedition „einige neue Fahrer“ habe, von denen einer wohl blind dem Navigationsgerät vertraut hätte.

Walser: Ich bereue, Journalisten belogen zu haben

Inzwischen ist klar, dass der vermeintlich trottelige Lkw-Fahrer in Wahrheit der österreichische Kabarettist Alex Kröll war, engagiert vom Seefelder Tourismusverband. Kröll ist der Scherz äußerst unangenehm: „Mir wurde gesagt, dass ich am Freitag nicht nach Seefeld kommen sollte“, sagte Kröll der „Tiroler Tageszeitung“. Offenbar „wollte man noch mehr rausholen. Ich fand das nicht gut.“ Der Auftrag sei für ihn zunächst ein netter bezahlter Ausflug gewesen, „die Auflösung hätte aber viel früher kommen müssen“.

Walser gab gestern zu, dass die Aktion aus dem Ruder gelaufen sei. „Dass Medien sich kritischen Stimmen ausgesetzt sehen, tut mir aufrichtig leid. Wir haben den Bogen überspannt.“ Er bereue, Journalisten belogen zu haben: „Das machen wir nicht wieder.“ Sein Kamerateam, das im Norden einen lustigen Facebook-Film drehen sollte, kam übrigens nie bei der Pistenraupe an: Es fuhr nicht nach Bad Oldesloe, sondern nach Seefeld im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Wenn’s denn stimmt ...

Von fet/LN/RND

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