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Panorama Tornado in Hamburg – Bahnverkehr im Norden eingestellt
Nachrichten Panorama Tornado in Hamburg – Bahnverkehr im Norden eingestellt
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14:39 22.06.2017
Die Bahn hat den Verkehr zwischen Hannover, Hamburg, Kiel und Bremen eingestellt. Quelle: dpa
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Hannover

Wegen eines heftigen Unwetters hat die Deutsche Bahn den Verkehr zwischen Hannover, Hamburg, Kiel und Bremen eingestellt. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Das regionale Bahnunternehmen Metronom teilte mit, durch das starke Unwetter und dadurch umgestürzte Bäume seien Strecken kaum oder nur mit großen Einschränkungen zu befahren. Betroffen seien die Linien von Uelzen, Bremen und Cuxhaven nach Hamburg. Züge könnten gar nicht mehr oder nur mit großen Verspätungen fahren.

Dutzende Feuerwehreinsätze in Hamburg

Zuvor war ein schweres Unwetter über Hamburg hinweggefegt. Kurz nach 11.30 Uhr verdunkelte sich der Himmel über der Hansestadt und schien zeitweise fast schwarz zu sein.

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In Niedersachsen und in Hamburg haben Unwetter für Verwüstungen gesorgt. Zahlreiche Bäume stürzten um. In Hamburg haben Wetterexperten einen Tornado beobachtet.

Heftiger Regen und teilweise Hagelkörner prasselten nieder. „Dunkle Wolken ziehen über #Hamburg #Winterhude - passt gut auf euch auf“, empfahl etwa die Polizei auf Twitter. Auch die Feuerwehr warnte in den sozialen Netzwerken vor dem Gewitter.

Bereits in der ersten halben Stunde sei die Feuerwehr zu drei Dutzend Einsätzen wegen des Unwetters ausgerückt, sagte ein Sprecher am Mittag - „und es werden permanent mehr“.

DWD bestätigt Tornado-Sichtung

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gab es in Hamburg auch einen Tornado zu sehen. Wetterbeobachter der Luftfahrtberatungszentrale hätten den typischen „Luftschlauch“ um 11.37 Uhr etwa zehn Kilometer vom Flughafen entfernt gesichtet, sagte der DWD-Tornadobeauftragte Andreas Friedrich. Es habe sich allerdings um einen schwachen und nur kurzlebigen Tornado gehandelt, der zudem nur kurz „Bodenkontakt“ hatte - daher seien die Auswirkungen wohl nur gering.

Auch im südlich von Hamburg gelegenen Landkreis Harburg hat das Gewitter seine Spuren hinterlassen. „Polizei und Feuerwehr wurden diverse umgestürzte Bäume gemeldet“, sagte Polizeisprecher Jan Krüger. In mindestens zwei Fällen sei „Baum auf Haus“ gemeldet worden. „Zum Glück liegen uns bislang keine Meldungen über Verletzte vor“, teilte Krüger mit.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor für weite Teile Hamburgs und Schleswig-Holsteins vor dem von der Nord- zur Ostsee ziehenden Gewittertief gewarnt. Die Meteorologen erwarteten Starkregen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter, Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern (Windstärke 10) und Hagelkörner mit bis zu fünf Zentimetern Durchmesser erwartet. Lokal könnten auch Orkanböen um 120 km/h (Windstärke 12) vorkommen, hieß es vom DWD.

Von dpa/RND/zys

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