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Panorama Tod auf der Wasserrutsche löst Sicherheitsdebatte aus
Nachrichten Panorama Tod auf der Wasserrutsche löst Sicherheitsdebatte aus
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22:18 09.08.2016
Kleine, mit drei Personen besetzte Schlauchboote rasen mit einer Geschwindigkeit von fast 100 Kilometern pro Stunde die Wasserrutsche in einem Vergnügungspark in Kansas City hinunter. Ein Zehnjähriger kam dabei vermutlich bei einer Nackenverletzung ums Leben. Quelle: Schlitterbahn Waterparks And Resorts/Handout
Kansas City

Nach dem Tod eines Jungen auf einer Wasserrutsche in den USA ist eine Debatte um die Sicherheit der Anlage in Kansas City entbrannt. Die Betreiber des Parks mit dem deutschen Namen "Schlitterbahn" sagten der Zeitung "Kansas City Star", die Rutsche sei täglich überprüft worden.

Eine Kontrolle vonseiten des Bundesstaates, ob das auch tatsächlich passiert ist, gab es laut dem Bericht aber nicht.

Die Rutsche werden für den Rest der Saison geschlossen bleiben, teilte der Park am Dienstag mit. Andere Teile des Wasserparks sollten am Mittwoch wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Der zehnjährige Caleb Schwab war am Sonntag bei einem Unfall auf der Anlage ums Leben gekommen. Was genau geschah, war auch am Dienstag zunächst weiter offen. Die Polizei hielt sich mit Details bedeckt. Nach Angaben einer Sprecherin starb der Junge an einer Kopf- und Nackenverletzung. Rettungskräfte fanden ihn demnach am Sonntag tot im Wasserbecken der Rutsche. Zwei erwachsene Frauen, die mit ihm im Boot saßen, erlitten bei dem Vorfall leichte Verletzungen im Gesicht.

Die Anlage mit dem deutschen Namen "Verrückt" ist laut einem Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde die höchste Wasserrutsche der Welt mit gut 51 Metern Höhe. Kleine, mit drei Personen besetzte Schlauchboote rasen mit einer Geschwindigkeit von fast 100 Kilometern pro Stunde die Rutsche hinunter, ehe sie durch eine Gegensteigung gebremst werden. Wer mitfahren will, muss der Webseite des Betreibers zufolge mindestens 1,37 Meter groß sein.

Laut dem Gesetz des Bundesstaates Kansas sind die Betreiber von Vergnügungsparks dazu verpflichtet, ihre Anlage mindestens einmal im Jahr kontrollieren zu lassen. Diese Überprüfung muss von einem staatlich zertifizierten Kontrolleur durchgeführt werden. Die Behörden können dann die Aufzeichnungen zur Inspektion einsehen und prüfen.

Die letzte Kontrolle des Parks durch die staatlichen Behörden fand einem Bericht des "Topeka Capital-Journal" zufolge 2012 statt. Die Rutsche wurde 2014 in Betrieb genommen. Die Eröffnung war Medienberichten zufolge wegen technischer Probleme mehrmals verschoben worden.

dpa

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