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Panorama Til Schweiger stellt seine Stiftung vor
Nachrichten Panorama Til Schweiger stellt seine Stiftung vor
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07:29 17.09.2015
Vizekanzler Gabriel sitzt im Beirat von Schweigers neuer Stiftung. Quelle: Wolfgang Kumm/Hannibal Hanschke/Archiv
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Berlin

Til Schweiger hat sich in der Debatte um Flüchtlinge bereits mehrfach als Unterstützer zu Wort gemeldet. Heute stellt der Filmstar in Berlin seine neue Stiftung vor. Sie soll sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche kümmern.

Zur Pressekonferenz kommen neben Schweiger Mitglieder des Stiftungsbeirats. Dazu gehören Vizekanzler Sigmar Gabriel, Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, der Schauspieler Jan Josef Liefers, Rapper Thomas D. und die Moderatorin Sandra Maischberger.

Schweiger warb in Interviews und mit Facebook-Postings dafür, Flüchtlinge willkommen zu heißen. Er ärgerte sich lautstark über fremdenfeindliche Hetze im Netz und sprach von "empathielosem Pack". Anfang August traf sich der Filmemacher mit SPD-Chef Gabriel.

Schweigers Stiftung kümmert sich laut der Ankündigung nicht nur um Flüchtlingskinder. Sie soll die Chancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher "jeglicher Herkunft" verbessern, heißt es.

Der 51-Jährige, der vier Kinder hat, gilt mit Filmen wie "Keinohrhasen" und "Honig im Kopf" als Deutschlands erfolgreichster Filmemacher und Schauspieler. In der Flüchtlingskrise zeigte er seine politische Seite. Er kündigte an, in Niedersachsen beim Bau eines "Vorzeige-Flüchtlingsheims" zu helfen. Der aktuelle Stand dabei: Die Verhandlungen zwischen dem Land Niedersachsen und dem Besitzer der Kaserne sind ins Stocken geraten. Unklar ist, ob die Kaserne im Harz wegen einer möglichen Schadstoffbelastung überhaupt nutzbar ist.

Gegen Schweiger gab es auch den Vorwurf der Selbstvermarktung. Andere finden sein Engagement gut. Schweigers "Tatort"-Kollege Jan Josef Liefers etwa schrieb zu einem Facebook-Kommentar, der von "Profilierungssucht" sprach: "Skepsis ist schon okay. Aber wenn sie einen so runter zieht? Man lähmt sich doch nur selber, wenn man immer als erstes die schlechtmöglichste Variante für die wahrscheinlichste hält."

dpa

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