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Panorama Ex-Marine-Soldat tötet mindestens zwölf Menschen bei Schüssen in Bar
Nachrichten Panorama Ex-Marine-Soldat tötet mindestens zwölf Menschen bei Schüssen in Bar
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17:57 08.11.2018
Die Menschen trösten sich gegenseitig in der Nähe einer Bar, in der ein Mann auf Gäste geschossen hat. Quelle: Mark J. Terrill/dpa
Thousand Oaks

Ein komplett in Schwarz gekleideter Schütze hat in einer voll besetzten Country-Bar im Süden Kaliforniens zwölf Menschen erschossen, darunter einen Sheriff. Auch der Schütze wurde später in der Bar tot aufgefunden, wie Sheriff Geoff Dean am Donnerstag in Thousand Oaks mitteilte.

Eine Schießerei in einer Bar Kalifornien hat mindestens 13 Menschen das Leben gekostet. Unter den Opfern ist offenbar auch ein Polizist.

Schütze soll mindestens 30 Schüsse abgefeuert haben

Der Täter, nach Angaben Deans ein 28-jähriger ehemaliger Marineinfanterist, hat sich offenbar selbst getötet. Unklar war zunächst sein Motiv. Dean zufolge wurden zahlreiche weitere Menschen leicht verletzt.

Der Angreifer habe einen Rauchentwickler und eine Handfeuerwaffe eingesetzt, verlautete aus Ermittlerkreisen. Dean sagte, der Mann sei polizeibekannt gewesen; im April seien Polizisten zu seiner Wohnung gerufen worden, die ihn dort wütend und irrational agierend vorgefunden hätten. Ein Team für psychologische Krisenfälle sei hinzugezogen worden, das entscheiden habe, dass er nicht in Gewahrsam werden müsse.

Zum Zeitpunkt der Tat am späten Mittwochabend hielten sich mehrere Hundert Menschen in der Country-und-Western-Bar in Thousand Oaks auf. Laut der Webseite der Borderline Bar & Grill wurde am Mittwoch ein Tanzkurs angeboten, zudem richtete sich der Abend gezielt an Studenten mehrerer umliegender Universitäten. „Es ist eine schreckliche Szenerie da drin“, sagte Sheriff Dean auf einer Pressekonferenz vor dem Lokal. „Überall ist Blut.“

Schütze feuerte sofort los

Sheriff Ron Helus habe ebenso wie ein Verkehrspolizist auf mehrere Notrufe reagiert und sei an den Tatort geeilt. Beim Betreten des Gebäudes sei er sofort angeschossen worden, sagte Sheriff Dean. Helus sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Indem er sich dem Schützen entgegenstellte, habe er Leben gerettet, sagte Dean. Der Verkehrspolizist habe Helus geborgen. Als Sondereinsatzkräfte wenig später in die Bar eindrangen, seien keine Schüsse mehr zu hören gewesen. Innen fanden sie zwölf Tote, darunter den Schützen.

In der Bar hätten viele Menschen in Panik versucht, zu fliehen. Einige hätten mit Barhockern Fenster eingeworfen und anderen geholfen, ins Freie zu gelangen, sagten Augenzeugen. Sie berichteten Fernsehsendern, der Angreifer sei groß gewachsen und ganz in Schwarz gekleidet gewesen. Über dem Kopf habe er eine Haube getragen, sein Gesicht sei halb verdeckt gewesen. Zunächst habe er auf eine Person am Einlass geschossen, später dann ohne ein Wort zu sagen offenbar wahllos auf die Menschen im Inneren der Bar gefeuert.

Donald Trump äußert sich zu Schüssen

US-Präsident Donald Trump schrieb am Donnerstag auf Twitter, er sei über das „schreckliche“ Ereignis vollständig informiert worden. Er lobte die Polizei für deren „großen Mut“ und wünschte den Opfern und deren Familien Gottes Segen.

Nick Steinwender, Präsident der Studentenvertretung der nahegelegenen California Lutheran University, eilte an den Tatort, als er von den Schüssen hörte, weil er wusste, dass sich Freunde und Kommilitonen in der Bar befanden. „Es war Chaos, Leute sind aus Fenstern gesprungen, Leute sind über Tore gesprungen, um rauszukommen“, sagte Steinwender dem Sender KABC. Die 19-jährige Tayler Whitler hielt sich nach eigenen Angaben auf der Tanzfläche auf, als der Täter erschien. „Es war wirklich entsetzlich“, sagte sie. „Es sah aus, als ob er wusste, was er tat.“

Thousand Oaks liegt rund 60 Kilometer westlich von Los Angeles und hat rund 130 000 Einwohner.

Von RND/dpa/hsc

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