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Panorama Thailändische Unglückshöhle soll Touristenattraktion werden
Nachrichten Panorama Thailändische Unglückshöhle soll Touristenattraktion werden
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08:48 04.07.2018
Einige der in der Höhle gefangenen Jungen und ihr Trainer. Quelle: EPA
Chiang Rai

Die einer Höhle eingeschlossene thailändische Fußballmannschaft ist noch lange nicht gerettet, da schmieden die Behörden schon Pläne für den Unglücksort. Die Tham Luang-Khun Nam Nang Non-Höhle könnte zur Touristenattraktion werden, sagte Narongsak Osotthanakorn, Provinzgouverneur von Chiang Rai und Leiter der Rettungsmission, am Mittwoch.

„Jetzt, wo die Kinder gefunden sind, können wir etwas entspannen und andere Pläne in Betracht ziehen“, sagte er. Zuvor hatte die Chefin der Tourismusbehörde von Chiang Rai gesagt, die Höhle sei durch die Rettungsaktion für in- und ausländische Besucher interessant geworden.

Rettungskräfte bereiten Jungen aufs Tauchen vor

Die seit Tagen in einer Höhle in Thailand gefangenen Jungfußballer werden offenbar auf Tauchgänge vorbereitet, um sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Die Jungen und ihr Trainer hätten das Tragen von Masken sowie Atmen unter Wasser geübt, teilte der für die Rettungsmission zuständige Einsatzleiter am Mittwoch mit. Ihnen das Tauchen beizubringen, könnte Behördenangaben zufolge der einzige Weg sein, um sie aus der Grotte zu holen. Doch würden auch andere Optionen geprüft, hieß es.

Retter pumpen Wasser aus der überschwemmten Höhle ab. Quelle: AP

Gouverneur Osatanakorn, sagte, das Fußballteam hantiere zwar mit Masken, habe aber offenbar noch nicht mit Tauchübungen begonnen. Wann ein Rettungsversuch unternommen werden könnte, sei noch unklar. Doch sei es unwahrscheinlich, dass es am Mittwoch schon soweit sei. Jegliche Rettungsaktion müsse zu „100 Prozent sicher“ sein, betonte er. Derzeit wird Flutwasser aus der Höhle gepumpt. Thailändische Behördenvertreter deuteten zuletzt an, für das kommende Wochenende angesagter Starkregen könnte es nötig machen, dass die Jungen hinausschwimmen und tauchen müssten. Experten zufolge könnte dies jedoch extrem gefährlich sein.

Die zwölf Jungen im Alter von elf bis 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer waren verschwunden, nachdem sie nach einem Fußballspiel am 23. Juni im weit verzweigten Höhlensystem in der nördlichen Provinz Chiang Rai auf Erkundungstour gegangen waren. Nach heftigem Regen wurden die Ausgänge der Grotte überschwemmt, wodurch sie plötzlich in der Höhle festsaßen.

Von RND/dpa