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Panorama Tesla übernimmt Reparaturkosten für Heldentat
Nachrichten Panorama Tesla übernimmt Reparaturkosten für Heldentat
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16:23 16.02.2017
Mit einem waghalsigen Manöver hat ein Autofahrer auf der A 9 bei München einen außer Kontrolle geratenen Wagen gestoppt. Quelle: Berufsfeuerwehr München
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München/Palo Alto

„Glückwunsch an den Tesla-Fahrer, der sein Auto absichtlich beschädigt hat, um einen bewusstlosen Fahrer zu stoppen“, schrieb Elon Musk auf Twitter. „Als Anerkennung wird Tesla alle Kosten für die Reparatur der Schäden übernehmen“, kündigte der Tesla-Chef an, dessen Unternehmen in Palo Alto (Kalifornien) sitzt. Der Gesamtschaden der Heldentat belaufe sich auf 2000 Euro, schreibt der „Bayerische Rundfunk“.

Der 41-jährige Tesla-Fahrer hatte auf der A 9 einen außer Kontrolle geratenen Wagen gestoppt. Er hatte den Wagen überholt und dabei beobachtet, dass der Fahrer offensichtlich aus gesundheitlichen Gründen das Fahrzeug nicht mehr steuern konnte. „Das war mit einem Blick sichtbar. Der Fahrer hing in seinem Gurt“, schilderte der dreifache Vater aus München dem Radiosender Antenne Bayern den Moment vom Montagabend. „Das war sichtbar, spürbar.“

Feuerwehr: Mann bewies „unglaubliche Courage“

Daraufhin alarmierte der Helfer die Feuerwehr und den Rettungsdienst. Anschließend setzte der Mann kurzerhand sein Elektroauto vor den praktisch herrenlosen Wagen und ließ diesen auffahren. Wie die Feuerwehr auf Facebook berichtete, verringerte er dann die Geschwindigkeit, bis beide Autos zum Stehen kamen. Der Fahrer des schlingernden Wagens kam mit einer schwerwiegenden Erkrankung in ein Krankenhaus.

„Das hätte ein extrem schwerer Unfall werden können – gerade im Berufsverkehr“, sagte ein Feuerwehr-Sprecher. Mit seinem Einsatz habe der Mann „unglaubliche Courage“ bewiesen. Auch habe er bei seiner Rettungstat in Kauf genommen, dass sein Auto beschädigt werde. Der 41-Jährige nahm den Schaden mit Haltung: „Es geht um die Person, die da Hilfe braucht“.

Über diese Heldentat berichtete sogar die US-Nachrichtenseite „Jalopnik“. Wer sein 70.000-Dollar-Auto riskiere, um eine fremden Menschen zu retten, sei in seinen Augen ein cooler Typ, schrieb der Autor. Darüber erfuhr offensichtlich Tesla-Chef Musk von der Geschichte – und reagierte auf Twitter.

Gute Nachrichten kann das Unternehmen gebrauchen: Im Mai 2016 war ein Autofahrer bei einem Unfall gestorben, weil sein Tesla im Autopilot-Modus mit einem Lastwagen zusammengestoßen war. Die US-Verkehrsaufsicht ermittelte gegen Tesla, stellte diese Untersuchung aber im Januar ein.

Von RND/wer

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