Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Taifun "Nepartak" fegt über chinesische Küste
Nachrichten Panorama Taifun "Nepartak" fegt über chinesische Küste
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:06 09.07.2016
Nach dem Taifun Nepartak sind Taiwans Straßen von Trümmern gesäumt. Foto: Ritchie B. Tongo
Peking

Der Taifun "Nepartak" hat an der chinesischen Küste "sehr große Schäden" angerichtet. Mehr als 420 000 Menschen seien bei Evakuierungen in vier Städten in Sicherheit gebracht worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Nachdem der Wirbelsturm am Vortag in Taiwan gewütet hatte, traf er am Samstag mit stürmischen Böen und heftigen Niederschlägen auf die südchinesische Küstenprovinz Fujian. Viele Gebäude seien zerstört worden. Auch seien Erdrutsche aus Bergregionen berichtet worden, berichtete Xinhua.

Fünf Flughäfen seien geschlossen worden. 341 Hochgeschwindigkeitszüge seien gestoppt, alle Flüge und Schiffspassagen nach Taiwan ausgesetzt worden, schrieb die Staatsagentur. Mehr als 33 000 Schiffe seien in die Häfen zurückgerufen worden. Die Wetterämter berichteten Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern. Die Stromversorgung war in entlegenen Gegenden ausgefallen.

Bei den sommerlichen Unwettern, Hagelstürmen, Überschwemmungen und Erdrutschen in China sind seit dem 30. Juni nach amtlichen Angaben 164 Menschen ums Leben gekommen. 26 galten als vermisst. 73 000 Häuser wurden zerstört. Fast zwei Millionen Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Mehr als eine Million Menschen brauchten gegenwärtig dringend Hilfe, um in der Not über die Runden zu kommen, berichtete das Innenministerium laut amtlichen Medien.

Als der Taifun heranrückte, wurde in der Stadt Putian in Fujian Alarm geschlagen, weil in nur vier Stunden 250 Millimeter Regen niedergingen. Dutzende Menschen seien von Feuerwehrleute aus Häusern gerettet worden, während die Wasserstände stiegen und Gebäude überflutet worden seien, berichtete Xinhua. Für die fünf Provinzen Fujian, Jiangxi, Shanxi, Sichuan und Zhejiang wurde wegen der heftigen Niederschläge die zweithöchste Alarmstufe "Orange" verhängt.

In Taiwan waren durch den Taifun zuvor drei Menschen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden. Ministerpräsident Lin Chuan besuchte am Samstag die besonders schwer heimgesuchte Gemeinde Taitung. Er traf Soldaten, die bei den Aufräumarbeiten halfen. 20 000 Haushalte waren in Taitung am Samstag noch ohne Strom, 8000 ohne fließendes Wasser, wie die Nachrichtenagentur CNA berichtete.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In einem ungewöhnlichen Schritt haben die mexikanischen Sicherheitsbehörden Gerüchte über eine angebliche erneute Flucht von Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán zurückgewiesen.

09.07.2016

Seit zwei Jahren parkt Roboter Ray am Düsseldorfer Flughafen die Autos der Passagiere. Doch viele Autofahrer zögern, ihren Wagen der Maschine anzuvertrauen.

09.07.2016

Mitten in der Nacht soll ein Mädchen fast 30 Mal auf seine schlafende Mutter eingestochen haben. Der Stiefvater kam bei der Attacke ums Leben. Die 16-Jährige muss zwar wegen Mordes in Haft, aber es blieben auch Fragen offen im Bielefelder Prozess.

08.07.2016