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Panorama Syrer wegen brutalen Mordes vor Gericht
Nachrichten Panorama Syrer wegen brutalen Mordes vor Gericht
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13:18 25.01.2018
Zwei Syrern wird vorgeworfen, einen Syrer in einer Asylunterkunft gemeinschaftlich ermordet zu haben. Einer der Angeklagten sitzt mit einem Mikrofon zur Übersetzung im Landgericht Bamberg. Quelle: dpa
Bamberg

Für einen brutalen Mord aus Habgier in einer Asylunterkunft müssen sich zwei Syrer seit Donnerstag vor dem Landgericht Bamberg verantworten. Die Männer im Alter von 20 und 23 Jahren sollen ihr Opfer in Zapfendorf (Landkreis Bamberg) gefesselt und versucht haben, dem 26 Jahre alten Landsmann mit Küchenmessern Hände und Füße abzutrennen. Zudem hätten sie ihm ein Hemd um den Hals gewickelt und in den Mund gestopft, sagte der Oberstaatsanwalt.

Zur Tatzeit vor etwa einem Jahr standen die beiden Angeklagten den Angaben zufolge unter Drogen, hatten Wodka getrunken und Joints geraucht. Dennoch hält die Staatsanwaltschaft sie nicht für vermindert steuerungsfähig. Sie wirft den Männern unter anderem gemeinschaftlichen Mord und gemeinschaftlich begangenen Raub mit Todesfolge vor. Nach der Tat sollen die Angeklagten ein Handy, Geld und Zugtickets aus dem Zimmer des Opfers mitgenommen haben.

Verdächtiger gesteht Spaß am Töten

Vor Gericht schilderte der jüngere Verdächtige, dass er in Syrien im Straßenkampf unter Drogeneinfluss Menschen getötet habe. Dies habe ihm Spaß gemacht. Der Ältere soll eine Abneigung gegen den 26-Jährigen gehabt haben. Als die beiden Angeklagten eigentlich einen ganz anderen Mann in der Asylunterkunft töten wollten, hätten sie das spätere Opfer beim Fernsehgucken gesehen und entschieden, diesen Mann umzubringen. Das Gericht hat noch neun weitere Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird am 1. März erwartet.

Von RND/dpa

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