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Panorama Sturm „Eberhard“: Entwurzelter Baum erschlägt Autofahrer
Nachrichten Panorama Sturm „Eberhard“: Entwurzelter Baum erschlägt Autofahrer
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20:56 10.03.2019
Zwei Stürme haben am Wochenende für Probleme gesorgt und Bäume entwurzelt. (Symbolbild) Quelle: Caroline Seidel/dpa
Bestwig

Sturm „Eberhard“ hat am Sonntag in Nordrhein-Westfalen den Zugverkehr zum Stillstand gebracht und im Sauerland auch ein Todesopfer gefordert. Ein Autofahrer ist ums Leben gekommen. Ein entwurzelter Baum sei während der Fahrt auf das Auto des Mannes gestürzt - für den 47-Jährigen sei jede Hilfe zu spät gekommen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Seine Beifahrerin konnte den Wagen selbstständig verlassen.

Während des Einsatzes seien die Rettungskräfte selbst durch weitere umstürzende Bäume in Gefahr geraten.

Mit Orkanböen bis Windstärke 12 hat das Sturmtief „Eberhard“ am Sonntag auch den Bahnverkehr in Teilen Deutschlands zum Erliegen gebracht. Die Deutsche Bahn empfahl ihren Reisenden im Fernverkehr, nach Möglichkeit keine Reise mehr am Sonntag anzutreten.

In Nordrhein-Westfalen stellte die Bahn den Fernverkehr und Teile des Regionalverkehrs am Nachmittag ein. Sollten Reisende an den Bahnhöfen stranden, bereite die Bahn Übernachtungszüge vor, sagte ein Sprecher.

Gestrandet

Zugausfall wegen „Eberhard“: Diese Rechte haben Passagiere

Für zahlreiche Gestrandete schwand am Sonntag die letzte Hoffnung, trotz des Sturms am Sonntag noch an ihr Ziel zu kommen. Denn: Die Deutsche Bahn will den Zugverkehr bei S-Bahnen und im Regionalverkehr in NRW am Sonntag nicht wieder aufnehmen. Auch im Fernverkehr seien lediglich einzelne Fahrten möglich, sagte ein Bahnsprecher am Sonntag.

Tausende Einsätze wegen Sturm „Eberhard“

In weiten Teilen des Landes kämpften Einsatzkräfte bei mehreren tausend Einsätzen mit umgestürzten Bäumen und abgedeckten Hausdächern. In Bochum wurde eine Feuerwehrfrau von einem Baum getroffen und verletzt, in Köln mussten Einsatzkräfte eine eingeklemmte Person unter einem umgestürzten Baum befreien.

Am Samstag hatte bereits ein anderes Sturmtief mit Namen „Dragi“ vor allem in der nördlichen Hälfte Nordrhein-Westfalens große Schäden verursacht. In Mülheim an der Ruhr krachte ein Baum durch das Dach eines Hauses direkt auf ein Sofa, wo kurz zuvor noch ein Bewohner gesessen hatte. In einigen Orten fiel der Strom aus, weil Bäume in die Leitungen gestürzt waren.

Ab Montag erwarten die Experten dann keine so gefährlichen Windstärken mehr. Dafür könnte der Winter zurückkommen: Von Sonntagabend an hält der DWD in Regionen ab 200 Höhenmetern Schnee für möglich. Auch im Flachland könne sich dann eine nasse Schneedecke bilden und den Berufsverkehr gefährden.

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Von RND/dpa