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Panorama So erfinderisch sind Prominente
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19:06 25.04.2017
How Do You Doosh: Stefan Raab kann nicht nur TV-Shows, sondern auch Duschköpfe für trockene Haare erfinden. Quelle: dpa
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Hannover

Dass Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert die Druckmaschine erfunden hat, ist weitläufig bekannt. Und auch, dass Carl Benz der Erfinder des Automobils ist, wissen die meisten Menschen, die irgendwann einmal eine Schule besucht haben. Doch es gibt Patente, die nur wenige kennen – obwohl ihre Schöpfer durchaus als Prominent gelten.

Bud Spencer ist so ein Beispiel. Der Haudrauf, der vor allem als Kompagnon von Schauspielkollege Terence Hill in Klamaukfilmen wie „Vier Fäuste für ein Halleluja“ und als Kommissar in „Sie nannten ihn Plattfuß“ Berühmtheit erlangte, war in seiner Nebenrolle ein gewitzter Erfinder. Spencer hat unter seinem bürgerlichen Namen Carlo Pedersoli gleich zwei Patente angemeldet: 1981 erfand er ein Jagdgewehr, das drei Läufe besitzt. Neun Jahre später meldete er ein Patent für ein spezielles Türschloss an, das Einbrechern ihren Job durch eine eingebaute Falle erschweren soll.

Zum Welttag des geistigen Eigentums präsentieren Prominente ihre Ideen und Erfindungen.

Bud Spencer ist mit seinen Erfindungen in bester prominenter Gesellschaft: Charlie Sheen, Stefan Raab und Abraham Lincoln haben ebenfalls Dinge patentieren lassen, die das Leben mehr oder weniger erleichtern sollen. Denn egal, wie prominent: Im Alltag haben wir alle mit denselben Problemen zu kämpfen.

Charlie Sheen lässt sich Lippenpflegestift patentieren

Es ist zum Beispiel gar nicht so einfach, während einer Autofahrt einen handelsüblichen Lippenpflegestift zu öffnen und aufzutragen. Schließlich benötigt man beide Hände dazu, um die Kappe abzuziehen und den Stift aufzudrehen. Dem US-Schauspieler Charlie Sheen („Two and a Half Men“) war das zu umständlich. Deshalb entwickelte der Skandal-Promi einen Lippenstift, bei dem die Kappe nicht abgenommen werden muss, sondern mit einem Gelenk verschoben wird. „Ich wollte etwas verbessern, das ich jeden Tag benutze“, sagte Sheen über seine Erfindung. Zwar bekam er im September 2001 dafür ein US-Patent, in Serie ging der Lippenpflegestift aber nicht – die Produktion sei dem Schauspieler zufolge zu teuer, sodass der Vertrag mit einem Hersteller am Ende geplatzt sei.

In Serie schaffte es dagegen eine Erfindung des TV-Entertainers Stefan Raab: 2013 kam ein von ihm entwickelter Duschkopf in den Handel. Mit der bumerangförmigen Brause ist es möglich, sich abzuduschen, ohne dass dabei die Haare nass werden. Die Idee kam dem Moderator nach eigenen Angaben an einem Grillabend. Die Frauen ärgerten sich darüber, dass die Haare oft unbeabsichtigt nass werden, wenn sie sich nur mal abduschen möchten. Drei Jahre hat Raab an seinem „Doosh“ getüftelt, bevor er 2011 ein Patent anmeldete. Dabei ist der praktische Nutzen der Erfindung nicht der einzige Vorteil: In dem Wohnaccessoire-Filialisten Butlers fand Raab einen geeigneten Vertriebspartner. Für rund 15 Euro kann die Brause dort erworben werden – und damit die Rente des Moderators a. D. aufgebessert werden.

Minogue und Jenner streiten sich um „Kylie“

Manche Promis sind sich selbst genug: TV-Sternchen Kylie Jenner, die eigene Mode-, Schuhe- und Kosmetiklinien führt, wollte ihren Vornamen beim Patent- und Markenamt der USA zu werblichen Zwecken schützen lassen. Dagegen legte ein australisches Unternehmen im Namen von Sängerin Kylie Minogue Widerspruch ein: Minogue hatte den Namen „Kylie“ nämlich bereits als Marke im Bereich Musik und Unterhaltung eintragen lassen. Am Ende legten die beiden Stars die Auseinandersetzung friedlich bei.

TV-Sternchen Paris Hilton war da erfolgreicher: Sie schaffte es 2007, sich den angeblich unverwechselbaren Ausdruck „That’s hot“ (etwa: echt heiß) schützen lassen. Ein Grußkartenhersteller verletzte ihre Rechte und musste zahlen. Ein anderer Reality-Show-Star scheiterte dagegen mit dem Versuch, sich einen Ausdruck schützen zu lassen: „The Apprentice“-Moderator, Donald Trump, US-Präsident, wollte sich 2004 den Ausruf „You’re fired!“ (Du bist gefeuert) schützen lassen. Das Patentamt lehnte ab.

Von Isabell Rollenhagen/RND und Christiane Oelrich

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