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Panorama Silvester-Übergriffe in Frankfurt nur erfunden
Nachrichten Panorama Silvester-Übergriffe in Frankfurt nur erfunden
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14:28 14.02.2017
In Frankfurt feierten tausende Menschen den Jahreswechsel. Quelle: dpa
Frankfurt/Main

In der Silvesternacht hat es auf der Frankfurter „Freßgass“ nach Polizeiangaben entgegen früherer Berichte keine massenhafte Randale und Übergriffe gegeben. Intensive und umfangreiche Ermittlungen hätten ergeben, dass es zu keinen „massiven mobartigen Übergriffen durch Massen von Flüchtlingen“ gekommen sei, teilte die Polizei am Dienstag in Frankfurt mit.

Ermittlungen gegen angebliche Zeugen

Die in den Raum gestellten Vorwürfe seien haltlos und entbehrten jeder Grundlage. Vernehmungen von Zeugen, Kneipengästen und Mitarbeiter hätten erhebliche Zweifel an den früheren Schilderungen gebracht. Eine angeblich betroffene Person sei zum angeblichen Tatzeitpunkt nach derzeitigem Stand überhaupt nicht in der Stadt gewesen.

Die Staatsanwaltschaft hat demnach ein Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat eingeleitet. Über diese neuen Ermittlungen hatten zuvor die „Bild“-Zeitung und die „Frankfurter Neue Presse“ berichtet. Sie richten sich gegen einen Wirt und eine Frau. Die beiden hatten Anfang Februar in „Bild“ von Randale zahlreicher arabisch oder nordafrikanisch aussehender Männer auf der Restaurantmeile berichtet. Die Frau hatte erklärt, sie sei selbst Opfer sexueller Übergriffe in der Silvesternacht geworden.

Muss Wirt für Polizeikosten aufkommen?

Die Polizei war diesen Berichten nachgegangen. Nach Angaben vom Dienstag übernahm dies ein Frankfurter Kriminalkommissariat. Es seien sämtliche Notrufe und Einsatzprotokolle aus der Silvesternacht überprüft worden. Diese hätten keine Hinweise auf die im Raum stehenden Straftaten und den angeblichen Mob ergeben.

„Bis heute wurden bei der Polizei keine weiteren Straftaten aus dem Bereich der "Freßgass" angezeigt“, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag. Anfang Februar hatte die Polizei von zwei Anzeigen wegen Körperverletzung auf der Restaurantmeile gesprochen - gegen einen Deutschen und einen Osteuropäer.

Darüber hinaus gab es nach damaligen Angaben einen Fall sexueller Belästigung am Eisernen Steg am Main und damit weit von der „Freßgass“ (Kalbächer Gasse und Große Bockenheimer Straße) entfernt.

Laut Polizei wird inzwischen auch geprüft, ob durch die Ermittlungen entstandene Polizeikosten geltend gemacht werden können. Zudem würden „konzessionsrechtliche Überprüfungen“ in die Wege geleitet.

Von dpa/RND