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Panorama „Schwesta Ewa“ gesteht Schläge gegen Fans
Nachrichten Panorama „Schwesta Ewa“ gesteht Schläge gegen Fans
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16:32 08.06.2017
Sitzt seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft: Rapperin „Schwesta Ewa“. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Gut ein halbes Jahr nach ihrer Festnahme hat der Prozess gegen die Frankfurter Rapperin Schwesta Ewa wegen Zuhälterei, Körperverletzung und Menschenhandels begonnen. Opfer sollen vier teilweise noch minderjährige Fans der 32-Jährigen gewesen sein.

Am Donnerstag räumte die Angeklagte vor dem Landgericht ein, die jungen Frauen geschlagen zu haben. Der Prostitution seien sie aber aus freien Stücken nachgegangen, um in kurzer Zeit möglichst viel Geld für Luxusartikel zusammenzubekommen. Der Erlös sei nach dem Abzug aller Spesen gleichmäßig verteilt worden. Die Anklage wirft der Sängerin auch Steuerhinterziehung vor.

Schwester Ewa: „Es gab aber kein Blut bei meinen Ausrastern“

Eine der vier jungen Frauen erstattete im Herbst 2016 Strafanzeige, woraufhin Schwesta Ewa festgenommen wurde. Die junge Frau behauptete unter anderem, erheblich misshandelt worden zu sein.

Diesen Vorwurf bestritt die Rapperin nun energisch: Sie sei zwar öfters einmal „ausgerastet“ und habe Ohrfeigen verteilt, wenn die Mädchen nicht ordnungsgemäß bekleidet gewesen seien oder Zeitvorgaben nicht eingehalten hätten. „Es gab aber kein Blut bei meinen Ausrastern“, sagte die Angeklagte

Sie selbst sei ebenfalls bereits als 17-Jährige ins Rotlichtmilieu gekommen, „für mich war dies ein normaler Job“. Auf den Gedanken, dass es den jungen Frauen nicht guttun könnte, sich zu prostituieren, sei sie deshalb nicht gekommen: „Ich hab' ja selber jung angefangen.“

Eine der wenigen Frauen in der Rapszene

Anfang kommender Woche sollen alle vier Frauen als Zeuginnen aussagen. Das Gericht hat dann noch zwei weitere Verhandlungstermine bis zum 20. Juni angesetzt. Für diesen Tag wird auch das Urteil erwartet. Festgenommen worden war die Rapperin am 16. November, seitdem sitzt sie in Untersuchungshaft.

Schwesta Ewa wurde 1984 in Polen geboren und wuchs in Kiel auf, 2004 zog sie nach Frankfurt. In Interviews berichtete sie über Drogensucht und ihre Zeit als Prostituierte. Sie ist eine der wenigen Frauen in der von Männern dominierten Rapszene.

Von RND/dpa

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