Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Schlechtes Englisch führt zu Todessprung
Nachrichten Panorama Schlechtes Englisch führt zu Todessprung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:52 27.06.2017
Spurensicherung am Unglücksort: Von einer Plattform unterhalb der Fahrbahn war die 17-Jährige in den Tod gesprungen. Quelle: Twitter/@dmontanes
Cabezón de la Sal

Der Fall hatte vor knapp zwei Jahren für reichlich Wirbel gesorgt: Eine junge niederländische Touristin war in Nordspanien beim Bungee-Jumping ums Leben gekommen – ein fataler Fehler des Anbieters war der Auslöser gewesen. Dieser hatte die 17-Jährige angeseilt, das Seil aber noch nicht an der Brücke befestigt. Mangelhafte Englischkenntnisse des Bungee-Jumping-Anbieters hatten schließlich zu dem folgenschweren Sprung geführt.

Das wurde im Verlauf des Prozesses deutlich, der dem spanischen Betreiber derzeit in zweiter Instanz gemacht wird. Auf das in schlechtem Englisch ausgerufene Kommando „No Jump“ war das Mädchen in den Abgrund gesprungen, offenbar habe sie „Now Jump“ verstanden, so der Richter bei der Urteilsverkündung.

Betreibern drohen bis zu vier Jahre Haft

Der Hauptbetreiber des Extremsportreiseveranstalters Aqua 21 sowie ein Mitarbeiter wurden wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Den beiden Männern drohen nun bis zu vier Jahre Haft.

Fatal: Die 17-jährige Den Haagerin hätte ohnehin nicht springen dürfen, da sie zu dem Zeitpunkt weder volljährig war, noch war Bungee-Jumping an der viel befahrenen Autobahnbrücke bei Cabezón de la Sal erlaubt. Der Veranstalter, so wurde es im Prozess deutlich, soll nach dem Todessprung in Panik geraten sein und immer wieder „No Policia, no Policia“ gerufen haben.

Trotz des Urteils und der zahlreichen Versäumnisse soll der Betreiber laut niederländischen Medienberichten weiterhin Bungee-Jumping im Programm haben und auf seiner Homepage mit zehnjähriger Erfahrung bei Outdoor-Aktivitäten werben.

Von RND/caro

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Panorama Regierung verdoppelt Finanzzuschuss - So teuer sind die britischen Royals

Die Briten lieben ihre Royals – doch diese Liebe kommt ihnen teuer zu stehen: Für die königliche Familie müssen die britischen Steuerzahler tief in die Tasche greifen. Zuletzt bekamen die Queen und ihre Gefolgschaft 43 Millionen Pfund aus der Staatskasse. Jetzt wird die royale Finanzspritze sogar noch vergrößert.

27.06.2017
Panorama Tierischer Reisebegleiter - Fetter Fang am Bostoner Flughafen

Da ist den Behörden am Bostoner Flughafen mal ein richtig fetter Fang ins Netz gegangen: Beim Security-Check einer großen Tasche hatte sich auf dem Röntgen-Monitor etwas bewegt. Zum Vorschein war ein fast zehn Kilo schwerer, lebender Hummer gekommen.

27.06.2017
Panorama Französisches Gesetz - Das Ende des Magerwahns?

Mannequins, die auf französischen Laufstegen auftreten wollen, müssen künftig eine medizinische Bescheinigung vorweisen, die ihre gute Gesundheit bestätigt. Außerdem wird es in Frankreich Pflicht, retuschierte Werbefotos von Models als solche zu kennzeichnen. Doch kann das etwas am Magerwahn ändern?

27.06.2017