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Panorama Russisches U-Boot vor Fehmarn
Nachrichten Panorama Russisches U-Boot vor Fehmarn
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17:42 03.07.2018
Das U-Boot „Vladikavkaz“ fährt am Sonntagabend vor Fehmarn die Küste entlang. Das Boot kam aus Murmansk und operiert jetzt in der Ostsee. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Kiel

Die Sommernächte sind in der Ostsee kurz und hell. Für aufgetaucht fahrende U-Boote keine optimalen Bedingungen, um unerkannt durch die Ostsee zu gleiten. So war es auch am Sonntagabend kurz nach 22 Uhr nicht ganz dunkel, als ein kleiner Konvoi von Skagen kommend in den Fehmarnbelt (Schleswig-Holstein) einlief.

Begleitet von einem russischen Schlepper und dem Patrouillenboot „Diana“ der dänischen Marine schlich das russische U-Boot „Vladikavkaz“ durch das Gewässer. Ziel und Auftrag des 70 Meter langen und 3100 Tonnen verdrängenden Bootes sind unklar. Zuletzt wurde im Juli 2017 ein Atom-U-Boot aus Murmansk für zwei Wochen in der Ostsee gesehen.

Bedeutung der russischen Marine hervorheben

Warum Russland wieder verstärkt Flagge zeigt? „Es ist offensichtlich, dass derartige maritime Aktivitäten aus russischer Sicht geeignet sind, mit überschaubaren Mitteln Eindruck zu machen. Diese Erkenntnis dürfte dazu beitragen, dass die russische Marine zukünftig mehr Schiffe einsetzen kann“, sagt Sebastian Bruns, Leiter der Abteilung Maritime Strategie und Sicherheit beim Institut für Sicherheitspolitik an der Uni Kiel.

Die russische Regierung hat wiederholt die Bedeutung der Marine hervorgehoben. „Ihre Einsatzbereitschaft ist als verbessert zu bewerten“, sagte Bruns. Allerdings müsse dabei berücksichtigt werden, dass ihr Stand in den vergangenen Jahren unterdurchschnittlich gewesen sei. „Sie kommt aus einem Tal – und da fällt die Steigerung eher auf, als wenn man eine hohe Einsatzbereitschaft hat wie beispielsweise die USA oder China“, so der Experte weiter.

Bundespolizei beobachtete Aufklärer „Syzran“

Neu war zuletzt auch die Präsenz eines russischen Abhörschiffes vor Kiel im Juni. Der Aufklärer „Syzran“ ankerte am Fahrwasser des Kiel-Ostsee-Wegs, hörte den Funk ab und beobachte den Luft- und Seeverkehr vor Kiel. „Uns fiel das Boot bei einem Aufklärungsflug auf. Einen Kontakt gab es nicht und das Schiff hat auch nicht den Verkehr behindert.

Eine Verletzung der Hoheitsgewässer lag auch nicht vor“, sagte Matthias Menge von der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt. Für die Sicherung der Grenzen ist in Deutschland die Bundespolizei zuständig, deshalb wurde das russische Aufklärungsschiff auch bis zur Abfahrt nach Russland vorige Woche beobachtet.

Von Frank Behling/KN/RND

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