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Panorama „Rock am Ring“ wegen Terrorwarnung evakuiert
Nachrichten Panorama „Rock am Ring“ wegen Terrorwarnung evakuiert
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23:01 02.06.2017
   Quelle: Twitter-Tweet/Rheinische Zeitung/Kultur
Nürburg

 Die zuständige Polizei in Koblenz teilte am Abend mit: „Hintergrund sind konkrete Hinweise, aufgrund derer eine mögliche terroristische Gefährdung nicht auszuschließen ist. Derzeit laufen Ermittlungen mit Hochdruck.“

Das von Zehntausenden Musikfans besuchte Festival „Rock am Ring“ wurde wegen Terrorgefahr am Freitagabend unterbrochen. Nachdem die Polizei das Gelände in Nürburg intensiv abgesucht hatte, konnte sich der Verdacht nicht erhärten. Das Festival wurde am Sonnabend fortgesetzt.

Der Veranstalter informiert über Facebook:

Auf dem Festivalgelände des Nürburgrings waren folgende Lautsprecherdurchsagen zu hören: „Wegen einer terroristischen Bedrohungslage wird das Festival für heute abgebrochen. Wir hoffen, dass es morgen weitergeht. Bitte begebt euch zu den Ausgängen.“ Alle Besucher wurden gebeten, das Festivalgelände kontrolliert und ruhig in Richtung Ausgänge und Campingplätze zu verlassen.

Wie im Video zu sehen, wurde das Publikum mitten im Konzert der „Broilers“ informiert.

Es wurde erwartet, dass sich der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) am späten Freitagabend selbst am Festivalgelände zur Gefährdungslage äußert.

Das wohl bekannteste Rockfestival Deutschlands war – begleitet von strengen Sicherheitsvorkehrungen - am Freitag am Nürburgring eröffnet worden. Bis zu 90.000 Musikfans wurden in der Eifel erwartet. Als Höhepunkt am Eröffnungstag hatte der Auftritt der Band Rammstein gegolten, der am späten Abend (22.30 Uhr) beginnen sollte.

Landesregierung bestätigt Terrordrohung gegen „Rock am Ring“

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat eine Terrorwarnung für „Rock am Ring“ am Nürburgring bestätigt. Es gibt Hinweise auf eine mögliche terroristische Bedrohungslage, sagte Ministeriumssprecher Joachim Winkler am Freitagabend. Dem werde nachgegangen. Aus Sicherheitsgründen werde das Festival unterbrochen. Innenminister Roger Lewentz (SPD) wollte Details am späteren Abend auf einer Pressekonferenz bekanntgeben.

Veranstalter Marek Lieberberg berichtete vor Journalisten vor Ort, die umliegenden Straßen seien alle abgesperrt. Es verkehrten aber noch Shuttlebusse. Er hoffe, dass das Festival am Sonnabend fortgesetzt werden könne. Die Besucher verließen das Gelände nach Augenzeugenberichten ruhig und geordnet.

Rock im Park“ geht weiter

Trotz der Terrorwarnung beim Zwillingsfestival „Rock am Ring“ gehen die Konzerte bei „Rock im Park“ in Nürnberg weiter. „Es gibt keine konkrete Gefährdungslage“, sagte ein Sprecher des Veranstalters am Freitagabend. Kurz nach der Unterbrechung von „Rock am Ring“ am Nürburgring startete in Nürnberg das nächste Konzert der Toten Hosen - die Fans ließen sich in ihrer Feierlaune nicht beirren. Bei „Rock im Park“ sind in diesem Jahr rund 85 000 Zuschauer auf dem Festivalgelände.

Die Zwillingsfestivals gehen mit denselben Bands, aber in anderer Reihenfolge über die Bühne. Auch bei „Rock im Park“ waren die Sicherheitsvorkehrungen schon vor dem Start wenige Tage nach dem Terroranschlag auf ein Konzert im englischen Manchester vorsorglich verstärkt worden. Die Zahl der Sicherheitskräfte war von rund 1000 auf etwa 1300 Mitarbeiter erhöht worden.

Die Polizei Koblenz hat ein Info-Telefon eingerichtet:

Das Festival „Rock am Ring“

Seit 1985 steigt das Festival „Rock am Ring“ in der Eifel. Mit kurzer Pause wurde es fast drei Jahrzehnte an der legendären Rennstrecke Nürburgring ausgetragen. 2015 und 2016 rockten die Fans dann am nur rund 30 Kilometer entfernten Flugplatz Mendig. Der Name „Rock am Ring“ blieb jedoch. Seit diesem Jahr findet das Festival wieder an seinem angestammten Platz statt.

Das Zwillingsfestival „Rock im Park“ geht seit Jahren zeitgleich in Nürnberg über die Bühne. Die Bands werden in der Regel für beide Festivals engagiert. Beide Spektakel an Pfingsten sind nach Angaben der Veranstalter mit insgesamt rund 175 000 Besuchern restlos ausverkauft.

Rund 87 000 Musikfans wollten die Eifel ab Freitag drei Tage lang erbeben lassen. Als Höhepunkt am Eröffnungstag galt der Auftritt von Rammstein, der am späten Abend (22.30 Uhr) beginnen sollte. Insgesamt sollten rund 85 Bands auf vier Bühnen den legendären Nürburgring rocken, darunter die Toten Hosen als Headliner am Samstag und System Of A Down am Sonntag.

Die Veranstalter hatten mit Blick auf Manchester „gründliche Einlasskontrollen und Bodychecks“ angekündigt. Taschen und Rucksäcke auf dem eigentlichen Festivalgelände wurden untersagt. An den drei Tagen sollten mehr als 1200 Polizeibeamte am Nürburgring präsent sein - auch in Zivil.

Von fw/RND/dpa

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