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Panorama „Rock am Ring“ geht weiter – drei Festnahmen
Nachrichten Panorama „Rock am Ring“ geht weiter – drei Festnahmen
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11:20 03.06.2017
   Quelle: imago
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Nürburg

In einer Pressemitteilung erklärt der Veranstalter von „Rock am Ring“, dass das Festival am Sonnabend fortgesetzt wird. Die Verdachtsmomente von Freitagabend hätten sich nicht bestätigt. Die intensive Durchsuchung des Geländes durch die Polizei sei ergebnislos geblieben. Drei Personen wurden allerdings vorläufig festgenommen. Sie werden den Ermittlern zufolge der hessischen Salafistenszene zugerechnet. Inzwischen habe sich die Verdachtslage deutlich relativiert, teilte die Polizei am Sonnabend mit. Die Personen seien am Sonnabendmorgen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Nach ersten Erkenntnissen hatte mindestens eine der Personen über eine der eingesetzten Firmen Zugang zu sicherheitsrelevanten Bereichen.

Das dreitägige Festival war am Freitagabend wenige Stunden nach dem Auftakt unterbrochen worden. Die Polizei hatte nach eigenen Angaben Hinweise auf eine mögliche terroristische Gefährdung. Zehntausende Fans wurden per Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Unter anderem der Auftritt der Band Rammstein, einer der Topacts des Festivals, musste abgesagt werden.

Die Räumung des Geländes verlief problemlos und friedlich. Die Musikfans konnten die Nacht in ihren Zelten und anderen Quartieren nahe dem Festivalgelände an der Rennstrecke verbringen.

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Das von Zehntausenden Musikfans besuchte Festival „Rock am Ring“ wurde wegen Terrorgefahr am Freitagabend unterbrochen. Nachdem die Polizei das Gelände in Nürburg intensiv abgesucht hatte, konnte sich der Verdacht nicht erhärten. Das Festival wurde am Sonnabend fortgesetzt.

Die Polizei hatte noch am Abend begonnen, das Gelände rund um die Bühnen abzusuchen und setzte die Durchsuchungen am Sonnabendmorgen fort. Verdächtige Gegenstände wurden dabei nicht gefunden. Es seien unter anderem die Bühnenbereiche und andere Eventflächen abgesucht worden, sagte ein Polizeisprecher.

Auf Twitter teilte die Polizei Koblenz am Sonnabend mit: „Wir freuen uns mit euch. Es geht weiter!“

Für die Sicherheit des Festivals ist ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz. Rund 1200 Polizisten wurden an den Nürburgring geschickt. Das Sicherheitskonzept war nach dem Terroranschlag auf ein Konzert in Manchester vor anderthalb Wochen noch einmal überprüft worden. Alle knapp 90.000 Ticket für das Festival waren verkauft worden. Beim parallel in Nürnberg stattfindenden Zwillingsfestival „Rock im Park“ waren die Konzerte am Freitagabend weitergegangen.

Das Festival „Rock am Ring“

Seit 1985 steigt das Festival „Rock am Ring“ in der Eifel. Mit kurzer Pause wurde es fast drei Jahrzehnte an der legendären Rennstrecke Nürburgring ausgetragen. 2015 und 2016 rockten die Fans dann am nur rund 30 Kilometer entfernten Flugplatz Mendig. Der Name „Rock am Ring“ blieb jedoch. Seit diesem Jahr findet das Festival wieder an seinem angestammten Platz statt.

Das Zwillingsfestival „Rock im Park“ geht seit Jahren zeitgleich in Nürnberg über die Bühne. Die Bands werden in der Regel für beide Festivals engagiert. Beide Spektakel an Pfingsten sind nach Angaben der Veranstalter mit insgesamt rund 175 000 Besuchern restlos ausverkauft.

Rund 87 000 Musikfans wollten die Eifel ab Freitag drei Tage lang erbeben lassen. Als Höhepunkt am Eröffnungstag galt der Auftritt von Rammstein, der am späten Abend (22.30 Uhr) beginnen sollte. Insgesamt sollten rund 85 Bands auf vier Bühnen den legendären Nürburgring rocken, darunter die Toten Hosen als Headliner am Samstag und System Of A Down am Sonntag.

Die Veranstalter hatten mit Blick auf Manchester „gründliche Einlasskontrollen und Bodychecks“ angekündigt. Taschen und Rucksäcke auf dem eigentlichen Festivalgelände wurden untersagt. An den drei Tagen sollten mehr als 1200 Polizeibeamte am Nürburgring präsent sein - auch in Zivil.

Von fw/RND/dpa

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