Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Rentner gequält und Haus angezündet – elfeinhalb Jahre Haft
Nachrichten Panorama Rentner gequält und Haus angezündet – elfeinhalb Jahre Haft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:05 22.11.2018
Vor dem Landgericht Wuppertal wurde der Prozess im Falle des gequälten Rentners verhandelt (Archivbild). Quelle: Jan-Philipp Strobel/dpa
Wuppertal

Für den ungewöhnlich brutalen Raubüberfall auf einen Rentner hat das Wuppertaler Landgericht bis zu elfeinhalb Jahre Haft verhängt. Es sprach zwei Angeklagte am Donnerstag wegen erpresserischen Menschenraubs, gefährlicher Körperverletzung und Raubes schuldig. Zwei weitere, darunter eine Frau, wurden wegen Beihilfe verurteilt – zu Haftstrafen von zwei Jahren und neun Monaten bis zu sieben Jahren und sechs Monaten.

Der damals 82-jährige Rentner war Ende Mai 2017 in seinem Haus in Haan überfallen, gefesselt sowie stundenlang geschlagen und getreten worden. Die Täter zogen ihn schließlich halbnackt auf die Terrasse seines Hauses, übergossen ihn mit Benzin und zündeten das Gebäude an.

Das Opfer hat sich nur knapp vor dem Feuertod retten können

Sie hätten gedroht, ihn umzubringen, hatte der Rentner Opfer ausgesagt. Er sei dem Feuertod nur dadurch entronnen, dass er sich gefesselt von der Terrasse auf die Wiese seines Gartens habe rollen können. Es gehe ihm immer noch schlecht, er habe Ärger mit der Versicherung und sein ausgebranntes Haus sei nach wie vor unbewohnbar, hatte er während des Prozesses gesagt.

„Ich stehe vor den Trümmern meines Hauses, deshalb ist die Höhe der Urteile für mich nicht maßgebend“, sagte der heute 83-Jährige nach der Urteilsverkündung. Ich habe den Tätern in die Augen gesehen, ich habe in ihren Gesichtern nach Wahrheit gesucht und habe nichts gefunden.“

Von RND/dpa