Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Porno-Star darf nicht mehr zu Hause arbeiten
Nachrichten Panorama Porno-Star darf nicht mehr zu Hause arbeiten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:19 06.10.2016
Erlebte eine Enttäuschung vor Gericht: Porno-Darstellerin und Webcam-Girl Natalie Hot. Quelle: dpa
München

Sie hatte die Niederlage offenbar geahnt. Bereits kurz nach ihrem ersten Verhandlungstag hatte das Webcam-Girl Natalie Hot per Facebook ihre Enttäuschung über die deutsche Justiz geäußert.

„Ich habe jegliche Hoffnung verloren das wir in einem freien Land wohnen“, teilte die 24-Jährige am Mittwochnachmittag auf ihrer Facebook-Seite mit. Einen Tag später hat sich die Vorahnung der jungen Frau bestätigt.

Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Das Verwaltungsgericht München hat die Klage von Natalie Hot abgelehnt – das Webcam-Girl darf sich daher nicht mehr in ihrem Wohnhaus gegen Geld vor der Internet-Kamera ausziehen.

Nach der mündlichen Verhandlung vom Vortag teilte das Gericht am Donnerstag mit, dass die 24-Jährige ihre Arbeit in dem oberbayerischen 6000-Einwohner-Dorf Ampfing aufgeben muss, weil „die Tätigkeit in nicht unerheblichem zeitlichen Umfang stattfindet und dem am Wohnort angemeldeten Gewerbe der Klägerin, also der dauerhaften und regelmäßigen Erwerbstätigkeit, dient“. Dies allerdings kollidiere mit dem Baurecht, das für das Gebiet nur eine Wohnnutzung vorsieht.

Das Landratsamt Mühldorf am Inn hatte zuvor schon die beantragte Nutzungsänderung abgelehnt und der Frau mit dem Künstlernamen „Natalie Hot“ zudem unter Androhung eines Zwangsgeldes von 2000 Euro untersagt, in dem Mietshaus eine gewerbliche Tätigkeit auszuüben. Dagegen war die 24-Jährige nun vor Gericht gezogen.

Ihr Ehemann sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie werde Einspruch einlegen, um Zeit zu gewinnen. Allerdings sei der Gang bis vors Bundesverwaltungsgericht voraussichtlich zu kostspielig. Stattdessen will das Paar wohl wegziehen - nach Mallorca. „Wenn der bayerische Staat uns nicht haben will, bekommt er auch unsere Steuern nicht“, sagte Christian Lehle. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Von dpa/zys/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!