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Panorama Polizistenmörder muss lebenslang in Haft
Nachrichten Panorama Polizistenmörder muss lebenslang in Haft
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14:36 12.12.2016
Kommt nicht mehr in Freiheit: Christopher R. ist wegen Mordes verurteilt worden. Quelle: dpa
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Limburg

Weil er einen Polizisten erstochen und dessen Kollegen schwer verletzt hat, muss ein 28-Jähriger lebenslang in Haft. Das Landgericht Limburg verurteilte den Mann unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes.

Das Gericht erkannte zudem auf die besondere Schwere der Schuld, was eine Entlassung aus dem Gefängnis nach 15 Jahren ausschließt. Das Urteil fällt damit fast ein Jahr nach dem brutalen Angriff auf die beiden Beamten an Heiligabend 2015 im mittelhessischen Herborn.

Richter: Eine zutiefst verachtenswerte Tat

Der Vorsitzende Richter sprach von einem „brutalen und erbarmungslosem Vorgehen des kampferprobten Angeklagten“. Die Tat sei „zutiefst verachtenswert“.

ACAB – All Cops Are Bastards (Alle Bullen sind Schweine) hat sich der Polizistenmörder auf die Finger tätowieren lassen. Quelle: dpa

Der Angeklagte war am Morgen des 24. Dezember in einem Regionalzug als Schwarzfahrer aufgefallen. Der Schaffner rief daraufhin die Polizei, und am Herborner Bahnhof stiegen die damals 46 und 47 Jahre alten Beamten hinzu. Nach Überzeugung des Gerichts griff der Angeklagte den 46-Jährigen mit einem Messer unvermittelt an und attackierte auch den Kollegen. Der 46-Jährige starb noch am Tatort, der zweite Beamte überlebte schwer verletzt.

Verteidigung plädierte wegen „Notwehr“ auf Freispruch

Das Gericht verhandelte den Fall seit Juni. Die Staatsanwaltschaft sowie die Nebenklage hatten lebenslange Haft für den 28-Jährigen gefordert. Sie war davon überzeugt, dass der Angeklagte die Tat auch aus „abgrundtiefem Hass auf Polizisten“ beging.

Begleitet von Polizeibeamten in Zivil wird Patrick S. im September durch einen stehenden Zug im Bahnhof von Herborn geführt. Quelle: dpa

Die Verteidigung plädierte auf Freispruch, da der Angeklagte in einer Notwehrsituation gehandelt habe. Der 28-Jährige will die Beamten nicht erkannt haben. Er habe sich bedroht gefühlt und lediglich verteidigt, argumentierte die Verteidigung.

Von RND/dpa

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