Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Polizei fasst mutmaßliche Bombenbauer
Nachrichten Panorama Polizei fasst mutmaßliche Bombenbauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:20 06.12.2016
Der brisante Fund aus dem Wesel-Datteln-Kanal wurde von einem Entschärfer des Landeskriminalamts am Sonntagabend kontrolliert zur Explosion gebracht, teilte die Polizei mit. Quelle: dpa
Voerde

Die Polizei hat im niederrheinischen Voerde zwei mutmaßliche Bombenbauer gestellt. Nach der Festnahme eines 51-jährigen Mannes hat die Polizei auch bei einem zweiten Mann einen weiteren Sprengsatz gefunden.

Zweiter mutmaßliche Bombenbauer auf freiem Fuß

Er sei von dem in Untersuchungshaft sitzenden mutmaßliche Bombenbauer belastet worden, teilte die Polizei mit. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 36-Jährigen sei eine gebastelte Rohrbombe sichergestellt worden. Zudem fanden die Beamten scharfe Munition sowie eine geringe Menge Amphetamine. Der 36-Jährige konnte nach seiner Vernehmung wieder nach Hause gehen.

Spaß am „Knallerbauen“

Ein terroristischer Hintergrund bestehe aber nicht, berichtete ein Sprecher der Polizei der „Rheinische Post“. In seiner ersten Aussage habe der 51-Jährige davon gesprochen, dass er Spaß am „Knallerbauen“ habe und schon mehrfach Sprengkörper zur Explosion gebracht habe. Dabei will er stets darauf geachtet haben, keine Menschen zu gefährden.

Anonymer Hinweis führte zum Verdächtigen

Nachdem ein Angler am Sonntagabend eine Plastiktüte mit vier Brand- und Sprengvorrichtungen aus dem Wesel-Datteln-Kanal fischte, startete die Polizei die Ermittlungen. Erst ein anonymer Hinweis brachte die Beamten auf die Spur des 51-Jährigen. Daraufhin durchsuchten sie seine Wohnung und fanden unter anderem ein Sturmgewehr, selbstgebaute Sprengsätze sowie Chemikalien zur Herstellung von Sprengkörpern.

Der 51-Jährige kam am Freitag in Untersuchungshaft. Ermittelt wird wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die Ermittler gehen davon, dass auch eine Plastiktüte mit vier Brand- und Sprengvorrichtungen von dem Verdächtigen stammen.

Nun erhoffen sie sich weitere Erkenntnisse von zwei Computern, die im Haus des 51-jährigen Verdächtigen sichergestellt wurden.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!