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Journalist stirbt nach Sturz von Balkon

Russland Journalist stirbt nach Sturz von Balkon

Am Sonntag ist der russische Journalist Maxim Borodin nach einem Sturz von seinem Balkon gestorben. Ermittler gehen von einem Suizid aus. Die OSZE zeigte sich „ernsthaft besorgt“ – fordert nun eine rasche Aufklärung.

ARCHIV - Der Europaparlamentarier Harlem Désir spricht am 05.04.2011 während einer Pressekonferenz in Paris (Frankreich). Désir soll Chef der in Frankreich regierenden Sozialisten werden. Darauf haben sich nach Parteiangaben vom Mittwoch (12.09.2012) die amtierende Vorsitzende Aubry und Premierminister Ayrault geeinigt. Foto: EPA/EMMA FOSTER dpa (zu dpa «Harlem Désir soll Chef der französischen Sozialisten werden» vom 12.09.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Quelle: dpa

Moskau. Nach einem Sturz vom Balkon seiner Wohnung war der russische Journalist Maxim Borodin am Sonntag gestorben. Er hatte über den Tod russischer Söldner in Syrien berichtet. Die Nachrichtenwebseite „Novi Den“ schrieb am Sonntag, ihr Reporter sei im Laufe des Tages in einem Krankenhaus gestorben. Er stürzte am Donnerstag in Jekaterinburg von dem im fünften Geschoss gelegenen Balkon.

Der Grund für den Sturz ist noch nicht bekannt. Russische Medien berichteten unter Berufung auf die Polizei, die Wohnung sei von innen verschlossen gewesen. Es gebe kein Anzeichen für ein Verbrechen, teilte die zuständige Ermittlungskommission mit. Die Ermittler gingen „von einem unglücklichen Vorfall“ aus und unterstellen einen Suizid.

Borodin hatte kritisch über den Syrien-Krieg berichtet

Im März hatte Borodin über Leichen mutmaßlicher Söldner geschrieben, die in ein Dorf in der Region gebracht wurden. Eine zwielichtige russische Auftragsfirma soll Tausende Söldner nach Syrien gebracht haben. Es wird vermutet, dass die Firma von Jewgeni Prigoschin finanziert wird. Er wurde in den USA im Februar angeklagt, weil er die Trollfirma finanziert haben soll, die im Verdacht der versuchten Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl 2016 steht.

OSZE-Vertreter fordert „rasche und gründliche Untersuchung“

Harlem Désir, Beauftragter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) für die Freiheit der Medien, erklärte am Montag auf Twitter, Borodins Tod sei Anlass für „ernsthafte Besorgnis“. Er forderte von den Behörden eine „rasche und gründliche Untersuchung“.

Seit 1992 wurden laut dem Komitee zum Schutz von Journalisten in Russland 58 Reporter getötet. Die Hintergründe konnten dabei meist nicht aufgeklärt werden.

Von dpa/RND

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