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Panorama Nur jeder Zehnte würde einem Unfallopfer helfen
Nachrichten Panorama Nur jeder Zehnte würde einem Unfallopfer helfen
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16:01 20.06.2018
Zum Glück nur simuliert: Die Polizei in Oberhavel hat zum Tag der Verkehrssicherheit einen Verkehrsunfall nachgestellt. Quelle: Stähl, Kialuehn
Oberhavel

Erschreckende Bilanz eines Erstehilfe-Projekts in Brandenburg. Die Polizei in Oberhavel hat den Tag der Verkehrssicherheit genutzt, um das Verhalten von Auto- und Motorradfahrern an Unfallstellen zu testen. Mit einem ernüchternden Ergebnis: Neun von zehn Fahrern würden an einer Unfallsituation vorbeifahren und mögliche Unfallopfer hilflos liegenlassen. Mithilfe von Schauspielern hatte die Polizei die Unfallsituationen auf Landesstraße 21 in Oberhavel nachgestellt. Begleitet wurde die Aktion von Kamerateams und Fotografen.

Zum Glück war dieser Unfall nur simuliert: Die Polizei in Brandenburg hat zum Tag der Verkehrssicherheit getestet, wie viele Autofahrer Erste Hilfe leisten würden. Das Ergebnis ist erschreckend.

Die erste Prognose der Polizei, dass etwa 50 Prozent aller Autofahrer anhalten würden, wurde schnell korrigiert: Zahlreiche Autofahrer passieren nicht nur die Landesstraße, sondern auch den Unfall – ohne anzuhalten und zu helfen.

Ernüchternde Quote

Teilweise zehn bis 15 Minuten müssen die Polizeibeamten warten, bis das erste Auto anhält, um den vermeintlichen Unfallopfern zu helfen. Am Ende des Tages sind es gerade einmal zehn Prozent aller Verkehrsteilnehmer, die an dem Unfallwagen anhalten, um zu helfen – eine ernüchternde Quote. Immerhin besteht in Deutschland eine gesetzliche Pflicht zur Hilfeleistung bei Unglücksfällen.

„Damit war nicht zu rechnen“

Auch die Freiwillige Feuerwehr zeigte sich erschüttert über das Ergebnis „Dass nicht jeder anhält, damit war ja zu rechnen“, sagte Gruppenführer Patrick Mademann. „Aber dass so viele Autos vorbeifahren, ohne zu helfen, ist einfach nur erschreckend.“

Von RND/MAZ

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