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Panorama Ministerpräsident besucht Ort des Wolfsangriffs – Behörden prüfen Abschuss
Nachrichten Panorama Ministerpräsident besucht Ort des Wolfsangriffs – Behörden prüfen Abschuss
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15:28 10.10.2018
Die toten Schafe liegen auf einer Wiese. Quelle: Benno Bilk/dpa
Görlitz

Nach dem verheerenden Wolfsangriff in Ostsachsen prüft das Landratsamt Görlitz nun auch einen möglichen Abschuss von Tieren. Allerdings sei wegen des umfassenden Prüfverfahrens nicht mit einer raschen Entscheidung zu rechnen, teilte die Behörde am Mittwoch auf Anfrage mit. Am Freitag will sich Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) selbst ein Bild von den Folgen des verheerenden Wolfsangriffs in Ostsachsen machen.

Er wird die Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ in Förstgen (Landkreis Görlitz) besuchen, wie Regierungssprecher Ralph Schreiber am Mittwoch mitteilte. Kretschmer dränge seit längerem auf eine zügige Lösung für die Probleme mit den Wölfen in der Lausitz, die sich immer häufiger an Schafen und Ziegen bedienen. Die Region hat inzwischen die höchste Dichte an diesen streng geschützten Tieren in Europa.

Das Umweltministerium muss eingebunden werden

Wölfe sind streng geschützt. Die Gesetzeslage lässt aber unter bestimmten Umständen einen Abschuss zu. In Sachsen hat darüber das jeweilige Landratsamt zu entscheiden. In jedem Fall muss das auch für Forst und Landwirtschaft zuständige Umweltministerium eingebunden werden.

Immer noch sind Dutzende Tiere vermisst

Am Dienstag hatten Wölfe nahe der Ortschaft Förstgen (Landkreis Görlitz) ein Herde mit Schafen und Ziegen angegriffen. Das ganze Ausmaß war erst am späten Abend klar. Wie die betroffene Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ am Mittwoch mitteilte, haben von 151 Tieren wohl nur 61 überlebt. 39 Moorschnucken und Burenziegen wurden tot gefunden, 51 Tiere fehlten am Mittwochvormittag noch. Die Naturschutzstation geht davon aus, dass auch sie Opfer der Wölfe geworden sind. Damit würde sich der Verlust auf 90 Tiere belaufen.

Von dpa/RND

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