Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Panorama Mutmaßlicher Vergewaltiger soll vorbestrafter Gewalttäter sein
Nachrichten Panorama Mutmaßlicher Vergewaltiger soll vorbestrafter Gewalttäter sein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:33 14.12.2016
Der mutmaßliche Mörder der Freiburger Studentin soll 2013 bereits ein Verbrechen verübt und dafür auch verurteilt worden sein. Quelle: dpa
Anzeige
Athen/Freiburg

Im Fall der getöteten Freiburger Studentin hat eine griechische Anwältin den verhafteten Mordverdächtigen wiedererkannt. „Ja, das ist der junge Mann, den ich 2013 verteidigt habe. Ich habe keine Zweifel“, sagte die Rechtsanwältin Maria-Eleni Nikopoulou der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über die Angaben der Anwältin berichtet. Dabei geht es um ein Gewaltverbrechen an einer jungen Frau in Griechenland im Jahr 2013.

Die Polizei hatte zuvor erklärt, sie prüfe Hinweise, wonach der im Freiburger Mordfall verdächtige Flüchtling die Tat auf der Insel Korfu begangen haben soll. Darüber hatte zuerst der „Stern“ berichtet. Demnach hatte der Mann 2013 auf Korfu eine Studentin überfallen und eine Steilküste heruntergeworfen. Das Opfer habe den Angriff schwer verletzt überlebt, schrieb das Magazin.

Zehn Jahre Gefängnis für Angeklagten

Wie die griechische Anwältin Nikopoulou der dpa weiter sagte, wurde der Angeklagte 2014 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Nach etwa eineinhalb Jahren sei er nach einem Beschluss der Justiz unter Auflagen freigelassen worden. „Wie er nach Deutschland kam, kann ich nicht sagen“, meinte die Anwältin.

Die Tätowierungen am Körper des Verdächtigen habe sie nicht sehen können. Auch wie er nach Deutschland gekommen sei, wisse sie nicht. Der junge Mann sei in einem Gefängnis für Minderjährige auf dem Festland untergebracht gewesen.

Ermittler warten auf Auskünfte aus Griechenland

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Freiburg sagte, die Ermittler seien auf Auskünfte der griechischen Polizei angewiesen. Eine entsprechende Anfrage sei bislang unbeantwortet. Beweise, dass es einen Zusammenhang gibt, fehlten bislang.

Der Spur nach Griechenland werde große Bedeutung zugemessen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Sie sei entscheidend für die weiteren Ermittlungen sowie für die juristische Bewertung, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Der Kontakt nach Griechenland laufe über das Bundeskriminalamt (BKA).

Der aus Afghanistan stammende Flüchtling war als unbegleiteter minderjähriger Ausländer im Jahr 2015 nach Deutschland gekommen. Er ist dringend verdächtig, im Oktober eine 19 Jahre alte Medizinstudentin aus Freiburg vergewaltigt und ermordet zu haben.

Von dpa/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige